Deutsche Schulen

Leichtathletik-Tag an der DPA: ein Gegen- und Miteinander

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Aufwärmen für die Leichtathletik: die Unterstufe am Sønderstrand

Schülerinnen und Schüler der Deutschen Privatschule Apenrade messen sich beim schulinternen Leichtathletiktag in den Disziplinen Laufen, Werfen, Springen miteinander. Doch der Tag bietet noch viel mehr, wie Sportlehrer Finn Seemann sagt.

„Lena, Lena, Lena“, rufen die Kinder. Die Sechstklässlerinnen und -klässler der Deutschen Privatschule Apenrade (DPA) stehen an der Weitsprunggrube des lokalen Stadions und feuern ihre Klassenkameradin an, die für ihren Sprung anläuft.

Beim Laufen und Werfen gibt es ähnliche Szenen. Die Jungen und Mädchen stehen in Gruppen zusammen und unterstützen jeweils ihre Mitschülerin oder ihren Mitschüler.

Nicht nur Tradition im Vordergrund

Gespanntes Warten: Wie weit ist die Klassenkameradin gesprungen?

Es ist der Leichtathletiktag, an dem die Klassen 4 bis 7 teilnehmen. Der Tag hat Tradition. „Ich bin selbst damit aufgewachsen“, sagt Sportlehrer Finn Seemann. Er führt diesen Tag nicht nur fort, um eine langjährige Tradition zu wahren – es gibt auch andere Gründe, die dafürsprechen, wie Seemann findet.

Grundlage für vielfältiges Sporttreiben

„Leichtathletik besteht aus den Grundsportarten, und diese sind Basis für viele andere Sportarten“, so der Sportlehrer. Doch es gebe zudem das Miteinander, was diese Veranstaltung attraktiv mache, fügt er hinzu. „Die Kinder haben Spaß“, stellt er fest.

Klassengemeinschaft stärken

Sportlehrer Finn Seemann (l.) ist Hauptorganisator der Veranstaltung, hat jedoch immer Zeit Fragen zu beantworten.

Die Stimmung rundherum bestätigt das: Es wird gelacht, miteinander geredet, die Kinder feuern einander an und geben sich Tipps, wie es besser klappen kann.

„Das macht Spaß“, sind sich die Viertklässlerinnen Lilli und Lisa einig. „Wir haben es gut miteinander“, berichten die beiden weiter. „Und das Draußensein ist auch toll“, ergänzt Lilli.

Dass so ein Tag zudem eine Abwechslung zum Schulalltag biete, sei ein zusätzliches Plus, wie Seemann hinzufügt. „Wir machen etwas gemeinsam und erleben das zusammen.“

Gewinnen und eigene Grenzen verschieben

Es geht auch um das Konkurrieren untereinander. Beim 50-Meter-Sprint zählen Zehntelsekunden.

Doch wie sieht es mit denjenigen aus, die nicht die ersten Plätze erreichen? „Es geht klar auch ums Gewinnen, aber im Vordergrund steht, die individuelle Leistung zu verbessern“, sagt Finn Seemann. „Die eigene Grenze verschieben und das mit der Unterstützung der Klassenkameradinnen und -kameraden, darum geht es auch. Es ist eine persönliche Entwicklung.“

Mit dem Konzept stimmt die DPA mit den wissenschaftlichen Ansätzen überein, die die Vorteile der Leichtathletik sehen, doch die Leistungsperspektive infrage stellen. Die Wissenschaft erkennt den Wert der klassischen leichtathletischen Disziplinen an, betont jedoch auch die Notwendigkeit von Differenzierung, Motivation und Inklusion. Das scheint beim diesjährigen Leichtathletiktag der DPA gelungen.

Vorbereitung im Unterricht

Die Unterstufe beim Werfen am Strand

Die Klassen hatten sich im Sportunterricht auf die leichtathletischen Disziplinen vorbereitet, wie der Sportlehrer berichtet. Soweit das Wetter es zuließ, habe dies im Freien stattgefunden.

Die Unterstufe war derweilen zum Sport- und Wandertag unterwegs. Unter anderem gab es am Apenrader Sønderstrand sportliche Leistung. Die 8. Klassen hatten einen Fachtag, und die 9. Klassen sind in der Prüfungszeit, weshalb sie nicht am Sporttag teilgenommen haben.

Drei Sprünge haben die Schülerinnen und Schüler. Der beste davon wird gewertet.