Analyse

Hadersleben führt souverän: Lehrkräfte wechseln kaum

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In der Domstadtkommune wechseln die Lehrkräfte kaum. Im Grenzland ist die Kommune Hadersleben in dieser Hinsicht einsame Spitze (Archivbild).

Hadersleben glänzt mit einer der niedrigsten Lehrerfluktuationen in Dänemark. Mit einer Rate von nur 8,9 Prozent liegt die Kommune deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Eine neue Analyse des Thinktanks CEPOS liefert Hinweise darauf, warum es so gut läuft.

Der Thinktank CEPOS hat die Lehrerfluktuation an dänischen Kommunalschulen unter die Lupe genommen. Besonders Hadersleben sticht in der Analyse positiv hervor. Mit einer Fluktuationsrate von 8,9 Prozent im Zeitraum 2020 bis 2022 liegt sie deutlich unter dem dänischen Durchschnitt von 12,1 Prozent. Damit gehört Hadersleben zu den Kommunen mit der stabilsten Lehrkräftebindung im Land.

Klein und stabil

Die CEPOS-Analyse nennt gleich mehrere Faktoren, die eine Rolle dabei spielen könnten, ob und wie oft Lehrkräfte die Schule oder sogar den Beruf wechseln: stabile Arbeitsbedingungen, effiziente Schulleitungen und kleinere Schulgrößen. Auch sozioökonomische Hintergründe und die Klassengröße könnten positiv dazu beitragen, dass so viele Lehrkräfte ihren Schulen treu bleiben.

Blick auf das deutsch-dänische Grenzland

Ein Blick auf die übrigen drei Kommunen in Nordschleswig zeigt: Apenrade (Aabenraa) hat eine Fluktuation von 12,8 Prozent, Tondern (Tønder) kommt auf 10,6 Prozent und Sonderburg (Sønderborg) auf 11 Prozent. Damit liegen diese drei nordschleswigschen Kommunen deutlich über der Rate von Hadersleben.