Deutsche Minderheit

FFKK feiert 20 Jahre Kulturaustausch in der Förde-Schule

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Die Kaminhalle war am Sonntag voller Menschen.

In der Förde-Schule wurde zum 20. Mal eine große FFKK-Ausstellung im Zuge des Deutschen Tages 2024 eingeweiht. Eine Hommage an die Kraft von Kunst und Kultur, stellte Vizebürgermeister Stephan Kleinschmidt fest.

Seit 2005 verwandeln rund 30 Künstlerinnen und Künstler der grenzüberschreitenden „Flensborg Fjord Kunst & Kulturforening“ (FFKK) die Förde-Schule im Zuge des jährlichen Deutschen Tages der deutschen Minderheit in Dänemark zu einem Kunstparadies.

Das übergeordnete Motto für 2024 ist „Deutsche Minderheit – Wir bauen Brücken“. „Genau das lebt der FFKK“, stellte die FFKK-Vorsitzende Karin Baum in der voll besetzten Kaminhalle bei der Vernissage des diesjährigen Events am Sonntag fest.

„Der FFKK ist Brückenbauer. Zwischen Deutschland und Dänemark, der deutschen und der dänischen Minderheit, Professionellen und Anfängern, Jung und Alt“, meinte sie lächelnd. Bereits der Namen des FFKK zeigt: Die Flensburger Förde verbindet Dänemark und Deutschland und trennt nicht, erklärte sie.

Die FFKK-Vorsitzende Karin Baum bei ihrer Rede

Kunst und Kultur Herz und Seele

Sonderburgs Vizebürgermeister Stephan Kleinschmidt (Schleswigsche Partei) freute sich in seiner Festrede, dass er in seiner früheren Schule gleich zwei Jubiläen feiern durfte: 20 Jahre Farbenfreude und 50 Jahre bunte Schule. Die Förde-Schule feierte in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen.

„Dieses Doppelereignis ist auch eine Hommage an die Kraft von Kunst und Kultur und ihre Rolle dabei, über Jahrzehnte hinweg Gemeinschaft und Zusammenhalt zu schaffen“, so Kleinschmidt. Für ihn sind Kunst und Kultur Herz und Seele jeder Gemeinschaft – auch der Schulgemeinschaft.

Schulleiter Niels Westergaard und die FFKK-Vorsitzende Karin Baum unter dem Kunst-Regenschirm von Bärbel Kock. Links hinter Niels Westergaard hängt das Gemälde-Geschenk von Uwe Hahn.

FFKK die treibende Kraft

„Flensborg Kunst & Kulturforening“ ist ein hervorragendes Beispiel dafür. „Seit zwei Jahrzehnten seid ihr eine treibende Kraft des kulturellen und künstlerischen Austauschs“, stellte Stephan Kleinschmidt fest.

Auch seine frühere Schule erhielt ein Dankeschön. „Werte wie Toleranz, Respekt und Miteinander wurden hier gefördert. Ich bin dankbar, die Förde-Schule als Ort des Lernens, der Freundschaft und der Vielfalt erlebt zu haben“, so der Stadtratspolitiker. Er hob nicht zuletzt auch die kreativen Arbeiten der SFO-Kinder hervor.

Vizebürgermeister Stephan Kleinschmidt freute sich über die beiden Jubiläen: 20 Jahre Farbenfreude und 50 Jahre bunte Schule

20 Jahre mit 1.800 Werken

Karin Baum tauchte in die vergangenen 20 Jahre ab. Die FFKK hat im Augenblick knapp 200 Mitglieder. Insgesamt 170 verschiedene Künstlerinnen und Künstler hatten sich an den verschiedenen Ausstellungen der vergangenen zwei Jahrzehnte beteiligt.

In den vergangenen 20 Jahren haben also 600 Künstlerinnen und Künstler 1.800 Werke geliefert. Karin Baum dankte den Teilnehmenden und den Gästen.

Der Kinderchor der zweiten und dritten Klasse schreitet in die Kaminhalle.

Der FFKK ist Brückenbauer. Zwischen Deutschland und Dänemark, der deutschen und der dänischen Minderheit, Professionellen und Anfängern, Jung und Alt.

Karin Baum

Einen herzlichen Dank für eine gute Zusammenarbeit richtete sie aber auch an den Drucker Hans Mohrdieck. Mit seiner Hilfe hat die FFKK jedes Jahr einen dekorativen Flyer für die aktuelle Ausstellung zusammenstellen können.

Auch für die siebenjährige Schülerin Greta Klepper wurde der Sonntag ein großes Erlebnis. Die Zweitklässlerin erhielt von ihrer Mutter Kathrin eines der Fotos der Ausstellung zum Geburtstag.