Stadtentwicklung

Neue Stadtguides: Infos werden mit dem Lastenrad gebracht

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Von links: Camilla Lykke, Sarah Hirian und Freja Bjerring präsentieren die neuen Stadtguides samt Lastrad, die nun in der Domstadt unterwegs sind.

Zwei mobile Stadtguides sollen Touristinnen und Touristen die Region Hadersleben näherbringen und ergänzend zum Tourismusbüro Infos zu Attraktionen bereitstellen. Wo sie anzufinden sind und wie das Projekt klappt.

Als Pilotprojekt hat „VisitHaderslev“ in diesem Sommer zwei Stadtführerinnen und Stadtführer eingestellt, die den Gästen die Vorzüge der Domstadt näherbringen sollen.

Doch was fragen die Touristinnen und Touristen eigentlich? „Die Fragen reichen von der Lage der Toiletten bis zu spezifischen Veranstaltungen in der Stadt. Einige fragen auch, was man bei Regenwetter unternehmen kann. Ich verteile auch viele Stadtpläne“, erzählt die 31-jährige Freja Bjerring.

Die junge Frau trägt im „Dienst“ eine Lederjacke mit der Aufschrift „Mojn – ask me“ und ist mit einem der Lastenräder unterwegs, mit denen sich die Guides durch die Kommune fortbewegen. Immer mit dabei: Informationsmaterial.

Im Laufe des Sommers sind die beiden Stadtguides an verschiedenen Orten, entweder in Hadersleben oder auch in Gramm (Gram) und Ärösund (Aarøsund), anzutreffen und teilen ihr Wissen mit Interessierten. Diese Gespräche finden vor allem auf Dänisch, Englisch und Deutsch statt, wie Freja Bjerring gegenüber „JydskeVestkysten“ verrät.

Als Zusatzangebot gedacht

Die Stadtführerinnen werden laut Sarah Hirian, der Verkaufs- und Serviceleiterin bei „Destination Sønderjylland“, zusätzlich zum Tourismusbüro in der Apotekegade 11 eingesetzt, um noch mehr Menschen zu erreichen und bei Veranstaltungen präsent zu sein. Im physischen Büro in der Innenstadt stehen während der Öffnungszeiten zwei Tourismusmitarbeiterinnen – Camilla Grage Lykke und Bente Petersdotter – bereit, um den Menschen bei allem zu helfen, was bei einem Urlaub in der Domstadt anfallen kann – etwa das Buchen von Tickets oder Ausflugstipps mit Kind und/oder Hund.

Die neuen Stadtführerenden sollen also Präsenz zeigen, vor allem an Orten, an denen der Service des Büros einfach nicht reicht – und die Idee kommt laut Hirian gut an: „Wir haben positive Rückmeldungen zu den neuen Stadtführenden erhalten, auch von vielen Einheimischen. Es fällt im Stadtbild auf, aber wir müssen ehrlich sein und sagen, dass das Wetter seit Projektbeginn nicht das beste war.“

Evaluierung am Ende der Saison

Im Laufe der Woche kann man die Stadtführerinnen auch außerhalb der Stadt treffen, zum Beispiel beim wöchentlichen Sommermarkt am Donnerstag auf Schloss Gramm (Gram), im Hafen von Ärösund oder bei größeren Veranstaltungen im Hafen von Hadersleben. Wenn die Hochsaison in diesem Jahr vorbei ist, wird Destination Sønderjylland evaluieren, ob das Projekt mit den Guides im nächsten Jahr fortgesetzt wird.

Wer herausfinden möchte, warum es genau „Mojn – ask me“ heißt, sollte einen Blick auf den Artikel des „Nordschleswigers“ werfen, der sich auf historische Spurensuche nach der Herkunft des Begriffs „Mojn“ gemacht hat.