Glaube

Weltgebetstag 2026: Christenverfolgung in Nigeria

Der Vorbereitungskreis hat seit Januar geübt.

Die Frauen im bevölkerungsreichsten Land Afrikas sind die Leidtragenden, wenn die islamistische Terrororganisation Boka Haram immer wieder mordet, entführt und vergewaltigt. In der Tonderner Christkirche werden ihr Leben, ihr Schicksal und ihr Alltag in Wort und Gesang beschrieben.

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Zusammenfassung

  • Beim Weltgebetstag in der Tonderner Christkirche stehen das Leben und Leiden nigerianischer Frauen im Mittelpunkt.
  • Thema sind Gewalt und Entführungen durch Boko Haram sowie der Halt, den die Frauen in ihrem Glauben finden.
  • Der ökumenische Vorbereitungskreis gestaltet Gottesdienst, Lesungen, Musik und ein nigerianisch geprägtes Buffet.

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Beim diesjährigen Weltgebetstag, der am Freitag, 6. März, um 19 Uhr in der Tonderner Christkirche gefeiert wird, steht das Leben der Frauen aus Nigeria im Mittelpunkt. Sie tragen die Last der Übergriffe der islamistischen Terrororganisation Boko Haram, die christliche Mädchen entführt, vergewaltigt, zwangsverheiratet und versucht, sie von ihrem Glauben abzubringen. Dennoch finden viele Opfer Halt in ihrem Glauben an Gott.

Drei solcher Geschichten werden weltweit bei entsprechenden Veranstaltungen, auch beim Gottesdienst in der Christkirche, vom Vorbereitungskreis vorgelesen – bestehend aus Frauen, die in der Frikirke sowie in der deutschen und dänischen Kirchengemeinde zu Hause sind. Die Teilnahme von Katholiken war in diesem Jahr nicht möglich.

Am 6. März 2026 feiern Christinnen und Christen in über 150 Ländern Weltgebetstag. Wie jedes Jahr finden die ökumenischen Gottesdienste als weltweite Gebetskette am ersten Freitag im März statt. Für den Weltgebetstag 2026 haben Frauen aus Nigeria die Texte geschrieben und auch Musik geschickt.

Die deutsche Pastorin Dorothea Lindow freut sich über die interessante Zusammensetzung des Frauenkreises: Däninnen, Deutsche, die nach Dänemark gezogen sind, und Deutsch-Nordschleswigerinnen. Einige von ihnen sind erstmals dabei.

Seit Januar trifft sich der Vorbereitungskreis, um die von Nigerianerinnen geschriebenen Texte zu lesen und die Lieder zu singen. Einmal wöchentlich fanden die Proben statt.

Angst um die Tochter

Ihre Geschichte erzählt eine Mutter, die jeden Morgen Angst hat, wenn ihre Tochter zur Schule geht und genau dort vorbeigeht, wo immer wieder junge Nigerianerinnen entführt wurden. Oder eine Witwe, die nach dem Tod ihres Mannes um ihren Lebensunterhalt bangt. Mit einem Straßenstand, an dem sie Seife kocht, versucht sie, eine neue Existenzgrundlage aufzubauen.

„Dabei könnten Männer auch in der Vorbereitungsgruppe mitmachen und in der Kirche – aber auch zum Abschluss des Weltgebetstags im Brorsonhaus – sowieso willkommen sein. Bei uns heißt der Gottesdienst Weltgebetstag, auf Dänisch aber immer noch Kvindernes internationale bededag.“

Afrikanische Küche

Dort wartet ein Büfett mit Spezialitäten aus Nigeria. Die Kostproben wurden ebenfalls von Frauen gekocht. „Das war in diesem Jahr nicht ganz einfach, da es schwer war, gewisse Zutaten zu finden. Daher ist das Büfett vielleicht eher die afrikanische Küche“, erläutert Dorothea Lindow.

„Bringt eure Last zu mir“

Im Brorsonhaus wird übrigens ein Mann vorübergehend im Mittelpunkt stehen. Die dort gesungenen Lieder wird ein in Deutschland lebender Ukrainer auf seiner Trommel begleiten.

Die Besucherinnen und Besucher erhalten beim Betreten der Kirche einen Stein im Waffenraum. Diesen legen sie dann beim Kreuz, passend zur diesjährigen Gottesdienstüberschrift „Bringt eure Last zu mir“, nieder und überlegen sich, welche Last sie oder ihn bedrückt.