Deutsche Minderheit

Warum Frauen aus Gravenstein nach Nigeria blicken

Am 6. März 2026 feiern Christinnen und Christen in über 150 Ländern Weltgebetstag. Wie jedes Jahr finden die ökumenischen Gottesdienste als weltweite Gebetskette am ersten Freitag im März statt. Für den Weltgebetstag 2026 haben Frauen aus Nigeria die Texte geschrieben und Musik geschickt.

Beim Weltgebetstag beschäftigt sich Nordschleswig mit Nigeria sowie mit dem Alltag und dem Glauben von Christinnen dort. In Rinkenis veranstaltet der Pfarrbezirk Gravenstein am 6. März einen Gottesdienst dazu und lädt anschließend zu nigerianischen Gerichten ein.

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Frauen aus dem Pfarrbezirk Gravenstein (Gråsten) bereiten den Weltgebetstag der Frauen in der Kirche von Rinkenis (Rinkenæs) vor. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr Frauen aus Nigeria und damit die Frage, was ihr Glauben mit dem Alltag von Frauen in Nordschleswig zu tun hat.

Zusammenfassung

  • Frauen aus Gravenstein bereiten in Rinkenis den Weltgebetstag mit Schwerpunkt Nigeria vor.
  • Im Gottesdienst werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Alltag und Glauben von Frauen in Nigeria und Nordschleswig beleuchtet.
  • Organisatorin Heike Stobbe betont die inspirierende Rolle der nigerianischen Christinnen und das verbindende Gemeinschaftsgefühl beim anschließenden Essen mit landestypischen Gerichten.

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Heike Stobbe organisiert den Gottesdienst in Rinkenis zusammen mit fünf anderen Frauen aus dem Pfarrbezirk. „Ich finde das sehr spannend, Länder kennenzulernen, mit denen ich mich sonst eher nie intensiv beschäftigt hätte“, sagt sie. „Wenn man sich mit den Frauen dort vergleicht, dann leben wir als Frauen hier wunderbar – auch wenn es natürlich immer noch Luft nach oben gibt.“

Und ich finde es stark, wie gläubig viele Menschen dort sind und wie viel Kraft sie aus ihrem Glauben schöpfen, obwohl es ihnen oft wirklich schlecht geht.

Heike Stobbe

Der Weltgebetstag macht für sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten sichtbar. „Es führt einem vor Augen, wie gut wir es hier haben und wie demokratisch wir leben können – und wie andere leben müssen“, sagt Heike Stobbe. Der Gottesdienst weitet für sie den Blick auf den Alltag und den Glauben von Frauen in anderen Teilen der Welt.

Besonders beeindruckt sie die Rolle der Christinnen im jeweiligen Schwerpunktland. „Mich beeindrucken diese Frauen, die den Weltgebetstag planen und organisieren“, erzählt sie. „Und ich finde es stark, wie gläubig viele Menschen dort sind und wie viel Kraft sie aus ihrem Glauben schöpfen, obwohl es ihnen oft wirklich schlecht geht.“

Pastorin Cornelia Simon (links) und Heike Stobbe organisieren die lokale Veranstaltung für den Weltgebetstag der Frauen gemeinsam mit anderen Christinnen aus dem Pfarrbezirk.

Lange Verbundenheit mit dem Weltgebetstag

Gottesdienst und nigerianisches Essen in Rinkenis

  • Der Pfarrbezirk Gravenstein lädt am Freitag, 6. März, zum Weltgebetstags-Gottesdienst ein.
  • Der Gottesdienst beginnt um 19 Uhr in der Kirche von Rinkenis.
  • Frauen aus dem Pfarrbezirk gestalten die Liturgie nach den Materialien aus Nigeria und greifen das Jahresmotto des Weltgebetstags auf: „Kommt! Bringt eure Last“.
  • Im Anschluss an den Gottesdienst essen alle Teilnehmenden gemeinsam. Auf den Tisch kommen Speisen nach nigerianischen Rezepten. Wer möchte, bringt ein Gericht aus der nigerianischen Küche mit, alle anderen setzen sich an den gedeckten Tisch und teilen die vorbereiteten Speisen.
  • Der Weltgebetstag verbindet Christinnen und Christen weltweit und stellt jedes Jahr ein anderes Land in den Mittelpunkt. 
  • Mehr Informationen zum diesjährigen Weltgebetstag und zum Motto des Jahres bietet die Internetseite www.weltgebetstag.de.

Heike Stobbe begleitet den Weltgebetstag seit vielen Jahren. „Eigentlich seit ich in Nordschleswig wohne“, sagt sie. Schon früher feierte sie den Gottesdienst mit, unter anderem zu Zeiten von Pastorin Sylvia Laue. Sie beschreibt den Weltgebetstag als „einen ganz tollen Gottesdienst“, der Glauben, globale Perspektiven und Gemeinschaft verbindet.

Zum Abschluss des Abends spielt die gemeinsame Mahlzeit eine wichtige Rolle. „Hinterher essen wir gemeinsam Gerichte aus dem jeweiligen Land. Das ist richtig schön“, sagt Heike Stobbe. Dann entsteht für sie „nochmal ein Gemeinschaftsgefühl“, wenn alle zusammensitzen, sich austauschen, schnacken und das Essen genießen.

 

Über 230 Millionen Menschen leben in Nigeria, in über 250 Ethnien und mit mehr als 500 Sprachen.