Leserbrief

„Tschüss, Plastik! Lasst uns das nächste Mal eine Alternative finden“

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Leif Curdes beim Aufhängen eines seiner Wahlplakate

Das Anbringen von Wahlplakaten aus Plastik ist nicht mehr zeitgemäß, findet Leif Curdes, Stadtratskandidat für die Schleswigsche Partei in der Kommune Sonderburg.

Ein einzelnes Wahlplakat an einer Laterne scheint harmlos. Doch als ich die gesamte Menge der rund 3000 Wahlplakate der Schleswigschen Partei in der Kommune Sønderborg sah, war ich schockiert. In diesem Moment wurde mir etwas Entscheidendes klar: 

Ein Wahlkampf mit Plakaten ist nicht mehr zeitgemäß. Er schadet sowohl unserer Umwelt als auch dem schönen Stadtbild. Und wir müssen eine Alternative finden.

Ich sehe auch die Kritik an mir selbst, schließlich bin ich heute selbst mit Plakaten unterwegs gewesen. Doch das will ich bei der nächsten Wahl nicht mehr machen. Mir war das enorme Ausmaß der Umweltbelastung, die eine einfache Kommunalwahl verursachen kann, einfach nicht bewusst.

Auch in Sachen Chancengleichheit sind Wahlplakate ein großes Problem. Wer mehr Geld hat, kann mehr Plakate aufhängen und bekommt somit automatisch mehr Aufmerksamkeit. Das ist nicht fair und schwächt die Demokratie. Ein wirklich demokratischer Wahlkampf braucht gleiche Chancen für alle.

Deshalb möchte ich mich in der kommenden Wahlperiode dafür einsetzen, dass wir gemeinsam eine nachhaltige, faire Lösung finden, um auf Plakate verzichten zu können.

Und wenn wir zusammenhalten, wird uns dies auch gelingen.

Leif Curdes, Stadtratskandidat für die Schleswigsche Partei in der Kommune Sonderburg