Politik

Venstre geht mit „blauem Nordschleswig“ in den Wahlkampf

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Det Blaa Sonderjylland
Vier Männer für ein Hallelujah: Thomas Andresen, ehemaliger Bürgermeister in Apenrade (Aabenraa), Mads Skau, aktueller Bürgermeister in Hadersleben, Bürgermeisterkandidat Martin Iversen (Tondern) und Bürgermeisterkandidat Jimmy Simonsen (Sonderburg) wollen in den vier Kommunen ins Bürgermeisteramt.

Venstre startet in Nordschleswig in den Wahlkampf. Eine blaue Front vereint die vier Bürgermeisterkandidaten von Venstre in Nordschleswig. Zwar soll in jeder Kommune ein eigener Wahlkampf geführt werden, gemeinsam möchten sie als „Det Blå Sønderjylland“ das Gesicht der liberalen Partei in der Region werden.

Mit einer gemeinsamen Front namens „Det Blå Sønderjylland“ (Das Blaue Nordschleswig) gehen die vier Venstre-Bürgermeisterkandidaten in den vier Kommunen in den Kommunalwahlkampf. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Mads Skau, Bürgermeister und Bürgermeisterkandidat in der Kommune Hadersleben, Martin Iversen (Kommune Tondern/Tønder), Thomas Andresen (Kommune Apenrade/Aabenraa) sowie Jimmy Simonsen (Kommune Sonderburg/Sønderborg) haben sich zusammengeschlossen.

Venstre will mehr liberale Kommunen

„In Nordschleswig wimmelte es einst von Venstre-Kommunen. Die Kommunalreform bescherte uns vier große Kommunen, und einige Jahre lang konnten wir auf drei blaue und eine rote Kommune stolz sein.“ Heute sehe es in Südjütland anders aus – mit einer konservativen Kommune, einer sozialdemokratischen, einer von der Schleswigschen Partei geführten und nur einer von Venstre geführten Kommune. „Wir haben das klare Ziel, diese Verteilung zu ändern“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Die vier Kommunen in Nordschleswig hätten laut Mads Skau viel gemeinsam. Venstre wolle der Region einen blauen und liberalen Stempel aufdrücken. „Manchmal ist es ein weiter Weg von hier nach Christiansborg, deshalb ist es von Vorteil, dass wir mit einer Stimme sprechen können.“ Venstre könne gute Perspektiven bieten, wenn die Partei bei Themen wie Klima, Verkehrsinvestitionen, Energieprojekten und nicht zuletzt Verteidigung zusammenstehe.

Kritik an zu wenig Einfluss in Tondern

Vizebürgermeister und Bürgermeisterkandidat Martin Iversen sieht in der Schleswigschen Partei mit dem amtierenden Bürgermeister Jørgen Popp Petersen ein Problem für die Kommune Tondern: „Die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Parlament ist wichtig, und es ist für jede Kommune entscheidend, dass die Partei des Bürgermeisters ein direktes Sprachrohr zu den Politikerinnen und Politikern im Parlament hat. Das hat Tondern derzeit nicht.“

Daher mangele es unter anderem in der kommunalpolitischen Zusammenarbeit und im Folketingsausschuss für ländliche Angelegenheiten (Udvalget for Landdistrikter) an Einfluss. Seine Kommune habe auch keinen Einfluss auf die politische Entwicklung im Kommunalverband (Kommunernes Landsforening). Hierfür möchte Iversen die Bürgerinnen und Bürger stärker sensibilisieren.

Eigener Wahlkampf in jeder Kommune

Trotz des Zusammenschlusses der vier Kandidaten soll in jeder Kommune ein eigener Wahlkampf geführt werden, betont der Bürgermeisterkandidat in Apenrade, Thomas Andresen. Unter „Det Blå Sønderjylland“ werde man die Bürgerinnen und Bürger jedoch gezielt ansprechen und ihre Vorschläge hören, wie sie sich die Zukunft in der Grenzregion vorstellen. „Venstre war immer die Partei, die den Menschen über das System gestellt hat, und daran wollen wir die Wählenden erinnern“, so Andresen, der Bürgermeister in Apenrade gewesen ist.

Venstres Bürgermeisterkandidat in Sonderburg, Jimmy Simonsen, will mit der Kampagne ein klares Profil von Venstre zeichnen – „damit die Bürgerinnen und Bürger wissen, dass eine liberale Stimme einen Unterschied macht“. Er führt etwa die Schulpolitik und die Wahlfreiheit an. „Es ist Venstre, die sich für unabhängige und private Schulen einsetzt, und wir sind es, die dafür kämpfen, dass die Bürgerinnen und Bürger mehr Möglichkeiten bei kommunalen Dienstleistungen haben.“