Verkehr

Schlaglöcher in SH: Schäden mehr als doppelt so hoch wie nach einem normalen Winter

Viele Fahrbahnen im Norden sind durch den Winter arg in Mitleidenschaft gezogen.

Rund elf Millionen Euro muss Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen für die Beseitigung von Winterschäden aufbringen. Der CDU-Politiker hofft dabei auf Hilfe aus Berlin.

Veröffentlicht

Klicke auf das lila AI-Symbol hier in der Box

    ... und dann auf generate article summary, um hier eine Zusammenfassung des Textes einzufügen. Prüfe das Ergebnis!

Der Winter kommt das Land teuer zu stehen. „Normalerweise stecken wir jährlich rund fünf Millionen Euro in die laufende Unterhaltung, in diesem Jahr werden es rund elf Millionen Euro werden“, sagt Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen. Schuld daran sind dem CDU-Politiker zufolge die vergangenen Winterwochen mit teils zweistelligen Minusgraden und einem ständigen Wechsel von Frost- und Tauphasen. Dabei tritt Wasser in Risse ein, gefriert und sprengt so Asphalt ab. Die Löcher wachsen dann durch darüberfahrende Fahrzeuge.

Die 22 Straßenmeistereien im Land seien bereits seit Ende der Schneephase damit beschäftigt, die größten Schlaglöcher zumindest provisorisch zu beseitigen. „Autofahrerinnen und Autofahrer werden also weiter achtsam sein und viel Geduld aufbringen müssen“, erklärt der Minister.

Bei einem Ortstermin in Flensburg sagt der Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV), Frank Quirmbach, dass er neben rund einer Million Euro für Schnell-Reparaturen voraussichtlich fünf Millionen Euro allein für die Schlagloch-Sanierung der Landesstraßen aufwenden muss. „Hinzu kommen knapp drei Millionen Euro für die Bundesstraßen und etwa zwei Millionen Euro für die von uns betreuten Kreisstraßen.“ Alle Kreise im Land seien nahezu gleich stark betroffen.

Die Sanierung großer Schäden muss laut Quirmbach ausgeschrieben werden, was bald geschehen soll. Ab Mitte April könnten auch dort Reparaturen starten. Die Instandsetzungen liefen übers gesamte Jahr und sollen vor dem Winter beendet sein.

Leichter wird es also nicht für Autofahrer, denn Madsen sagt, dass das Straßennetz angesichts des über Jahrzehnte gewachsenen Sanierungsstaus ohnehin in keinem guten Zustand sei. Wechselhafte Winter verschärften das Problem. Da kommt Madsen das Investitionsprogramm des Bundes gerade recht, mit dem er seine jährlichen Landesmittel für Rad- und Straßenbau von 80 auf 120 Millionen Euro aufstocken kann: „Viele Schlaglochpisten werden also im Zuge des umfassenden Bauprogramms in diesem Jahr gleich mit beseitigt.“