Schelswig-Holstein

Daniel Günther kandidiert nochmal als Ministerpräsident: So riskant ist die One-Man-Show

Veröffentlicht Geändert
Tritt wieder an: Daniel Günther.

Dass die CDU den beliebten Ministerpräsidenten wieder aufstellt, ist logisch – doch es birgt auch Gefahren.

Nun ist es also raus: Daniel Günther macht es nochmal. Was Beobachter schon seit Langem wussten, ist jetzt auch dem letzten in der CDU klargeworden: Die nächste Wahl kann die Partei nur mit ihrem beliebten Wahlsieger von 2022 erneut gewinnen.

Doch so unumstritten der 52-Jährige ist und so gut seine Siegchancen im Frühjahr 2027 gegen welche Gegenkandidaten auch immer sein mögen: Seine Position ist auch riskant. Denn die CDU hat sich in den vergangenen Jahren daran gewöhnt, dass Günther schon für die nötigen Stimmen sorgen wird. Manch ein Abgeordneter muss daher manchmal seine Motivation suchen, um eigene Akzente zu setzen.

Widerspruch zu dem beliebten – nun ja – Landesvater riskiert kaum jemand, der sich noch eine Karrierechance in der Union erhalten will.

Doch eine One-Man-Show ist gefährlich, denn die CDU in Schleswig-Holstein ist mehr als ein Ministerpräsident, der in keinem Politikfeld eigene Schwerpunkte setzt. Und er täte gut daran, anderen Meinungen mehr Raum zu geben. Nach dem Motto: Teile und herrsche.