Ortsentwicklung

Weihnachtsgrüße aus Tingleff: TINKA-Vorstand spielt den Ball noch steiler in Richtung Stadtrat

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Tingleff
In Tingleff wird die Ortsentwicklung im kommenden Jahr weiterhin Thema bleiben.

Auch im kommenden Jahr wird sich der Apenrader Stadtrat mit der Gebäudeanalyse für den Ort Tingleff und der weiteren Ortsentwicklung befassen. Nicht zuletzt der Trägerverein für eine neue Begegnungs- und Veranstaltungsstätte von Mehr- und Minderheit setzt darauf große Hoffnungen. Er hat eine klare Botschaft an die Politikerinnen und Politiker. Es ist ein Wink mit dem Zaunpfahl.

Der Ball wird den Stadtratsvertreterinnen und -vertretern der Kommune Apenrade (Aabenraa) ein weiteres Mal und mit noch mehr Nachdruck zugespielt: Der Trägerverein des Kultur- und Gemeinschaftshauses „TINKA” (Tinglev Kultur- og Aktivitetshus) bringt seine Mission in einer aktuellen Mitteilung, verfasst von Kulturhaus-Mitinitiator und Vorstandsmitglied Poul-Erik Thomsen, ein weiteres Mal ins Spiel.

Ziel ist es nach wie vor, eine Begegnungsstätte für Mehr- und Minderheit zu schaffen, die die deutsche und dänische Bücherei, das Lokalhistorische Archiv, Veranstaltungsräume und eine Großküche beherbergen soll.

Der Trägerverein setzt darauf, dass der Stadtrat das Kulturhaus in Verbindung mit der Gebäudeanalyse für Tingleff mitdenkt. Zwei Millionen Kronen sind dafür angesetzt.

Nach wie vor ein großer Wunsch in Tingleff: eine neue Kultur- und Begegnungsstätte für die Mehr- und Minderheit.

Klare Signale erforderlich

„Ohne politische Rückendeckung hat solch ein Projekt keine Chance. Wir fanden es einen guten Zeitpunkt, das Vorhaben noch einmal in Erinnerung zu rufen“, so der neue TINKA-Vorsitzende Morten Heilmann Sørensen zum „Nordschleswiger“. Sørensen, der auch dem Vorstand der Dachorganisation „Tinglev Forum“ angehört und Leiter der örtlichen Kommunalschule ist, übernahm den Vorsitz nach der Generalversammlung im Frühjahr dieses Jahres.

Heilmann macht keinen Hehl daraus, dass der Trägerverein mit dem „Weihnachtsgruß“ in Richtung Politik auf das Kulturhausprojekt aufmerksam machen und dabei in Anlehnung an eine Kommunalwahl im kommenden Jahr auch ein wenig Druck ausüben möchte.

Morten Heilmann Sørensen ist Schulleiter der Kommunalschule in Tingleff und neuer Vorsitzender des Kulturhaus-Trägervereins „TINKA“ (Archivfoto).

Offen für Lösungsansätze

Nach anfänglich favorisierten Standorten in zentraler Lage, mit der Nutzung bestehender Gebäude, ist der Trägerverein mittlerweile offen für Lösungsansätze. Wichtig sei, dass das TINKA in den weiteren Überlegungen zu den Gebäudeplänen einfließt und es dabei Unterstützung auf politischer und verwaltungstechnischer Ebene gibt, so der Ansatz aus Tingleff.

„Es wäre auch denkbar, eine Begegnungsstätte in der Nähe der deutschen Institutionen zu errichten, wo es doch ein Gemeinschaftshaus werden soll“, ergänzt Heilmann. Der ursprüngliche Gedanke, den noch gut erhaltenen Trakt „Bella Vista“ des ehemaligen Pflegeheims „Grønningen“ in unmittelbarer Nähe zu nutzen, habe sich allerdings erledigt.

In den Planungen für eine Begegnungsstätte in Tingleff hat es verschiedene Entwürfe und Standorte gegeben. Dieses Modell war eine Idee für den Centerplatz.

„Die Kommune plant, dort die Heimhilfe des Bezirks unterzubringen. Der Planungsprozess ist schon weit vorangeschritten, und es sind Mittel angesetzt. Der Finanzausschuss hat es bei der nächsten Sitzung auf der Tagesordnung“, erwähnt der TINKA-Vorsitzende.

Auf die Tagesordnung kommen

Es sei damit zu rechnen, dass auch der Stadtrat dem neuen Heimhilfedomizil grünes Licht erteilt. Ein Beinbruch sei das letztlich nicht. „Es muss dann ein anderer Standort gewählt werden. Wichtig ist, dass das TINKA-Projekt überhaupt politische Beachtung findet und in die weiteren Planungen für den Ort aufgenommen wird“, so Heilmann.

Es böte sich für den Stadtrat an, einen vorläufigen Plan für ein neues Versammlungshaus noch vor der Kommunalwahl am 18. November kommenden Jahres zu beschließen, so der Wink mit dem Zaunpfahl aus Tingleff: Dort leben viele Bürgerinnen und Bürger, die wahlberechtigt sind!