Deutsche Minderheit

Kindergarten-Aus in Rapstedt: Schmerzliche aber nicht unerwartete Situation

Veröffentlicht Geändert
Kira Hansen Heesch, Vorsitzende des Zusammenschlusses „Deutsche Kindergärten Apenrade", macht die bevorstehende Schließung des Rapstedter Kindergartens traurig, auch wenn sie sich angebahnt hat.

Die Vorsitzende des Kindergartenverbundes Apenrade, Kira Hansen Heesch, bedauert die im Raum stehende Schließung des Rapstedter Kindergartens, sieht aber keinen Ausweg.

„Es schmerzt ungemein, wenn ein deutscher Kindergarten wie in Rapstedt vor der Schließung steht. Für die Minderheit ist so etwas immer ein Verlust“, so die Worte von Kira Hansen Heesch zur Meldung, dass der Hauptvorstand des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig (DSSV) keine Zukunft mehr für den Rapstedter Kindergarten und auch nicht für die angrenzende Schule sieht.

Es kam nicht unerwartet

Die Vorsitzende des Kindergartenzusammenschlusses DKA (Deutsche Kindergärten Apenrade) unter dem DSSV zeigt sich von der jüngsten Entwicklung nicht überrascht.

„Das Problem mit niedriger Geburtenrate und fallender Kinderzahl ist schon länger Thema. Ich würde es so gerne ändern, aber in Rapstedt sieht es nicht gut aus. Es sollte nicht immer um Zahlen gehen, der Betrieb in Rapstedt ist bei der schwierigen Ausgangslage aber langfristig nicht tragbar. So traurig es auch ist“, so die DKA-Vorsitzende aus Tingleff (Tinglev).

Sollte es zur Schließung in Rapstedt kommen, dann hoffe sie, dass Eltern aus dem Raum Rapstedt den Bülderuper oder einen anderen deutschen Kindergarten wählen werden.