Deutsche Minderheit

Auch Kurioses tauchte auf: Rapstedter Kinder sammelten Müll

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Die eifrigen Müllsammlerinnen und -sammler aus Rapstedt mit ihrer großen Ausbeute

Es hätte ruhig weniger sein können! Zum landesweiten Aktionstag machte sich auch die Deutsche Schule Rapstedt und der benachbarte deutsche Kindrgartenans Müllsammeln. Es wurde allerhand gefunden, darunter auch ein spezielles Dokument aus vergangenen Schultagen.

Neben unsachgemäß weggeworfenem Unrat fanden Kinder der Deutschen Schule Rapstedt und des Kindergartens kürzlich auch verlorene Gegenstände, als sie sich in den Dienst der Müllsammelaktion „Ren dag“ des Dänischen Naturschutzbundes stellten.

Entdeckt wurde unter anderem eine alte Busfahrkarte, die zufällig auch noch einer Schülerin der deutschen Schule gehörte und seinerzeit womöglich ersetzt werden musste.

Felix mit Greifarm auf Müllsuche
Sie suchten, und sie fanden: Rapstedter Kinder beim Müllsammeln im Ort

Wie Lehrer Finn-Thorbjörn Fichtner-Grabowski berichtet, war die Buskarte für das Schuljahr 2016/2017 gültig. Die Karte wird vermutlich entsprechend lange in der Natur herumgelegen haben.

Die Kindergartenkinder wurden bei der Müllsuche von den Erzieherinnen Karis Böge Mattsen und Elisa Busemann begleitet.

Jede Menge Säcke füllten sich

Auch das wurde gefunden: eine alte Busfahrkarte aus dem Schuljahr 2016/2017.

Mit Handschuhen, Greifern, Müllsäcken und Transportkarren ausgestattet, hatten sich die Kinder der Klassenstufen 0 bis 2 entlang der Hauptstraße und in Nebenstraßen auf die Müllsuche begeben.

Es sorgten dabei nicht nur einzelne Fundstücke wie die Busfahrkarte für Überraschung. Der Sammeltrupp fand leider auch jede Menge Müll, der eigentlich nicht herumliegen sollte. Laut Fichtner-Grabowski kamen während der Aktion 22 prall gefüllte Säcke zusammen.

„Der Tatendrang der Kinder war so groß, dass sie am liebsten den ganzen Tag weitergesammelt hätten. Doch als der Bollerwagen bis zum Rand mit Mülltüten gefüllt war und keine leeren Tüten mehr zur Verfügung standen, ging es nach zwei Stunden zurück zur Schule“, berichtet der Lehrer.

Beim Aktionstag gab es eine große Müll-Ausbeute.

Darum sollte Müll nicht in der Natur landen

Das Erinnerungsfoto mit dem erfolgreichen Müllsammeltrupp

Vor der Aktion habe man an der Schule die Gelegenheit genutzt, den Kindern zu erklären, warum es so wichtig ist, Müll zu sammeln und richtig zu entsorgen, ergänzt der Pädagoge.

Besonders Plastik stellt eine große Gefahr für die Umwelt dar, da es nur sehr langsam verrottet. Tiere können sich daran verletzen oder sich in herumliegenden Plastikresten verfangen, so die Info an die Schülerinnen und Schüler.

Auch verwechseln viele Tiere Abfälle mit Nahrung. „So kann es passieren, dass ein Vogel ein Stück Alufolie für einen Fisch hält oder eine Kuh Plastikreste frisst, die dann in ihrem Magen verbleiben. Das kann schlimme Folgen haben und zeigt, wie wichtig es ist, unsere Natur sauber zu halten“, so Kindergartenmitarbeiterin Karis Böge Mattsen.

Plastikmüll in der Natur stellt eine Gefahr für Tiere und letztlich auch für den Menschen dar.

Nach der erfolgreichen Sammelaktion wurde das Engagement der Kinder mit einem gemeinsamen Gruppenfoto festgehalten. Die wichtige Botschaft des Tages an sich selbst und an alle anderen Menschen: Abfall gar nicht in der Natur landen lassen, sondern in einem nachhaltigen Kreislauf halten – zum Wohle der Umwelt.