Leserinnenbeitrag

„An der Nordseeküste …“

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Der Nordstrander Carl-Friedrich Thormählen erläuterte die Vogelkoje, in der bis in die 1930er Jahre für die Vermarktung Wildenten angelockt und gefangen wurden. In der Gegenwart ist die Anlage Teil eines wertvollen Naturraums.

… gibt es nicht nur Inseln und Halligen, sondern auch Halbinseln. Dazu gehört die seit 1935 durch einen Damm mit dem Festland verbundene Halbinsel Nordstrand. Michaela Nissen, Vorstandsmitglied des Sozialdienstes Tondern, vermittelt einen Eindruck von einem Ausflug des Vereins.

Bei angenehmem Spätsommerwetter begaben sich rund 30 Personen aus Tondern und Umgebung mit dem Sozialdienst Tondern auf Erkundungsfahrt über die Halbinsel, begleitet vom rüstigen und engagierten Carl-Friedrich Thormählen, einem alteingesessenen Nordstrander, der uns den ganzen Nachmittag begleitete und allerlei Wissenswertes zu erzählen hatte.

Die erste Stärkung gab es in der gemütlichen Nordstrander Teestuv im Ortsteil Süden, wo wir mit vorzüglichen Kuchenstücken verwöhnt wurden. Gleich nebenan konnte man in der Töpferei und einer Galerie stöbern und so mancher fand etwas Schönes für zu Hause.

Danach machten wir einen Abstecher zur evangelisch-lutherischen St. Vinzenz Kirche in Odenbüll, einer von drei Kirchen auf Nordstrand, die einen sehr aktiven Pastor vorzuweisen hat.

Vorzügliche Kuchen kamen in der Nordstrander Teestuv auf die Teller.
Die Gelegenheit, in der Töpferei und Galerie zu stöbern, packten die Teilnehmenden beim Schopf.

Seine Gottesdienste kann man im Internet bei YouTube verfolgen. Da er im Urlaub war, meisterte Herr Thormählen selbstverständlich auch diesen Programmpunkt, bevor wir nach einem kurzen Abstecher zum Hafen Strucklahnungshörn, von wo Schiffe nach Pellworm, Hooge, Amrum und Sylt fahren, zu seinem eigentlichen Lieblingsobjekt, der Vogelkoje, fuhren.

Fangvorrichtungen für Wildenten

Was im ersten Moment so friedlich nach einer gemütlichen Koje auf einem Schiff klingt, ist aber ein aus dem Niederländischen kommender Begriff, der Käfig bedeutet.

In diesen Kojen wurden bis in die 1930er Jahre Wildenten angelockt, gefangen und vermarktet. Heute ist die Vogelkoje ein wertvoller Naturraum mit neuen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Vögel nutzten den Süßwasserteich der Vogelkoje als Rastplatz.

Eine Streuobstwiese wurde angelegt und der kleine Wald rund um den Teich beherbergt alte Bäume und wilde Wiesen.

Die Ausflüglerinnen und Ausflügler hatten in Carl-Friedrich Thormählen einen engagierten Gästeführer.

In zwei Gruppen durften wir uns an diesem ganz besonderen Biotop erfreuen, bis wir uns mit einer Spende und kleinen Geschenken von unseren Koje-Experten verabschiedeten. Übrigens gibt es auch auf der dänischen Insel Fanø eine „fuglekøje“.

Abschluss im Friesenhof in Niebüll

Erfüllt von einem interessanten Nachmittag auf Nordstrand, ging es noch zum Friesenhof in Niebüll, wo uns ein leckeres Essen und so manches großes Pils den Abend abrunden ließ.

Der nächste Ausflug ist schon am 17.9. und führt uns zum innovativen Unternehmen GreenTec in Enge-Sande, was ein ganz besonderes Erlebnis zu werden verspricht. Also schnell anmelden!

Michaela Nissen
Vorstandsmitglied
Sozialdienst Tondern

Hinweis

Dies ist ein Leserinnen- oder Leserbeitrag. Er gibt nicht notwendigerweise die Ansicht der Redaktion wieder. „Der Nordschleswiger“ übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit.