Kunstszene

FFKK: Nach 20 Jahren hat der Verein endlich ein Zuhause gefunden

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FFKK-Vorsitzende Karin Baum im Saal, der ihrem Verein ab sofort ein Ort der Zusammenkunft ist

Nach zwei Jahrzehnten ohne festen Sitz ist „Flensborg Fjords Kunst & Kulturforening“ im Rinkenæshus angekommen. Was das für den Verein bedeutet.

Hunderte Kunstschaffende zwischen Bremen und Aarhus haben in den vergangenen 20 Jahren mehrere Tausend Werke in der deutsch-dänischen Grenzregion ausgestellt. Treibende Kraft dahinter war und ist der Verein „Flensborg Fjords Kunst & Kulturforening“ (FFKK), der im März sein 20-jähriges Bestehen feiern kann. Aktuell sind 212 Künstlerinnen und Künstler im Verein aktiv.

Ein Stammtisch für Kunstschaffende im Grenzland

In diesem Jahr hat FFKK einen besonderen Grund zum Feiern: Der Verein hat nach Jahrzehnten der Suche endlich einen festen Sitz gefunden. Und zwar in der Empfangshalle des Campingplatzes Rinkenæshus.

„Hier können wir uns regelmäßig treffen, Kunst ausstellen oder Workshops veranstalten“, sagt Karin Baum, die den Verein vor 20 Jahren gegründet hat und seit 2024 Vorsitzende ist. Die neue Bleibe schafft Raum für regelmäßige Treffen: Ab April findet an jedem ersten Freitag im Monat ein FFKK-Stammtisch statt.

Zwei Jahrzehnte lang zog der Verein mit seinen Ausstellungen von Gebäude zu Gebäude. Stellte in Kirchen, Büchereien, Schulen, Scheunen und vielen weiteren Orten aus. Machte Kunst vor dem Schloss Glücksburg sowie auf Festivals, und sogar auf dem Schiff war der FFKK in Aktion: beim Kunst-Törn auf der Fahrradfähre auf der Flensburger Förde.

Karin Baum im Eingang zum neuen FFKK-Zuhause, dem Rinkenæshus

Jetzt ist der FFKK dort angekommen, wo er im März 2005 gegründet wurde: im Rinkenæshus. „Wir haben nach 20 Jahren ein Zuhause gefunden, von dem wir sagen können: Da können wir sein“, sagt die Vorsitzende.

Eine Win-win-Situation für beide Seiten

Möglich machten das Hannah und Marcus Reinhardt, die seit August 2023 den Campingplatz Rinkenæshus besitzen. Sie fanden die Idee gut, den großen Saal, in dem Rezeption und ein Café eingerichtet ist, den FFKK-Mitgliedern zur Verfügung zu stellen. „Eine schöne Co-Existenz“, sagt Hannah Reinhardt.

Es sei eine Win-win-Situation für beide Seiten, so Karin Baum. Der Verein hat eine Bleibe, und die Mitglieder nutzen bei den regelmäßigen Treffen das Angebot im Café und schmücken die Halle mit Kunst. Eine feste Miete zahlt der FFKK zunächst nicht, „wir schauen jetzt erst mal, wie sich das entwickelt“, sagt die Campingplatzbetreiberin. Die Künstlerinnen und Künstler bringen Leben ins Rinkenæshus – und das finden beide Seiten gut.

Generalversammlung am 19. März

Karin Baum (r.) mit Hannah und Marcus Reinhardt vom Campingplatz Rinkenæshus in der Empfangshalle

„Es fühlt sich einfach unglaublich toll an, endlich ein Zuhause zu haben, in dem wir uns treffen und uns regelmäßig inspirieren können“, sagt Karin Baum. „Wir sind stolz darauf, dass wir über unsere Kunst Brücken zwischen Deutschland und Dänemark gebaut haben und ein Netzwerk zwischen Hamburg, Bremen und Aarhus entstanden ist, das viele Visionen in die Tat umgesetzt hat.“

Die Generalversammlung des FFKK findet am 19. März ab 19 Uhr im Rinkenæshus statt. Ab Freitag, 4. April, gibt es jeden ersten Freitag im Monat einen Stammtisch für alle FFKK-Mitglieder und Interessierten im Rinkenæshus. Beginn ist um 15 Uhr.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums hat Karin Baum eine Erinnerungs-Wand mit Vereins-Aktivitäten erstellt.