Handball

Das Skandinavien-Duell wartet

Das Skandinavien-Duell wartet

Das Skandinavien-Duell wartet

Herning
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Trainer und Spieler wollen auch gegen Norwegen jubeln. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpixs

Mit Norwegen kommt jetzt ein ganz anderes Kaliber auf das dänische Handball-National-Team zu.

Eines steht schon vor dem heißersehnten Duell mit den Nachbarn fest: Die Norweger werden eine Leistung von Dänemark, wie in den ersten 20 Minuten gegen Österreich, gnadenlos bestrafen.
„Wenn wir die ersten 15 Minuten so am Donnerstagabend spielen, dann wird das ein ganz langer Weg gegen ein Team wie Norwegen, die richtig guten Konter-Handball gespielt haben. Es muss wesentlich besser werden, aber das wird es auch“, versichert Mikkel Hansen.

Chancenwertung

Letztlich war der 28:17-Sieg gegen Österreich verdient. Doch vor den Augen der 14.000 Zuschauer in der Boxen Arena in Herning kamen die Österreicher viel zu leicht zu ihren Toren, während die Dänen etwas unsicher in ihren Aktionen wirkten. Den dänischen Handballern gelangen gerade mal zwei Tore in den ersten 16 Minuten.


„Zwei Tore gegen Österreich sind natürlich nicht gut genug. Ich glaube nicht, dass wir genauso viele Chancen vergeben, wenn wir gegen bessere Gegner spielen. Dann wird es wirklich schwer für uns, ins Spiel zurückzukommen“, so Nationaltrainer Nikolaj Jacobsen.

Geheime Waffe lüften

Aufgrund des Stotterstarts seines Teams sah sich der Trainer gezwungen, eine Jokerkarte aus seiner Taktik-Schublade zu holen. Etwas, was er gerne für den späteren Verlauf verwenden wollte. Das österreichische Team setzte Dänemark so unter Druck, dass Nikolaj Jacobsen sich entschied, im Angriff sieben gegen sechs ohne Torwart zu spielen.


„Es war, um unserem Spiel etwas Neues hinzuzufügen und um zu sehen, ob wir wieder in die Spur zurückkommen würden. Ich hätte damit sehr gern bis zum Spiel gegen Norwegen gewartet. Ich wollte diese Taktikvariante eigentlich nicht so früh spielen lassen. Aber jetzt haben wir es gemacht und konnten sehen, was gut funktionierte und was nicht. Aber leider haben wir den Norwegern damit die Chance gegeben, sich das in aller Ruhe anzuschauen“, äußert sich Nikolaj Jacobsen.

Grandioser Landin

Torwart Niklas Landin zeigte eine Weltklasse-Leistung gegen Österreich und hielt 14 von 28 Würfen auf sein Tor. Er wusste aber auch, wem er diese Leistung zum Teil zu verdanken hatte.


„Es ging gut. Aber die Abwehr stand mal wieder sehr stark. Damit hatte ich gute Arbeitsbedingungen“, so der Torwart.

Dieses gute Zusammenspiel von Torwart und Abwehr kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis eines guten Dialoges.
„Es ist nicht so, dass die Abwehr die lange Ecke hat und ich die kurze. Wir können es jederzeit ändern, wenn ich ein gutes Gefühl habe. Das kann den Gegner dann schon mal verwirren.“
Coach Nikolaj Jacobsen weiß um die Wichtigkeit eines starken Torhüters.


„Er steht im Tor, wie es sich alle in Dänemark erhofft haben. Mit dieser großen Autorität und einer Quote von 50 Prozent und mehr gehaltener Bälle. Wenn er dieses Niveau beibehält, sind wir für den weiteren Turnierverlauf gut aufgestellt.“


Das Spiel gegen Norwegen findet heute Abend ab 20.15 Uhr in der Boxen Arena in Herning statt.

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