Handball

Dänemark gewinnt Gruppenfinale gegen Norwegen

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Herning
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Die Norweger bissen sich an Niklas Landin die Zähne aus. Foto: Lise Åserud/Ritzau Scanpix

Dänemarks Handballer haben bei der Weltmeisterschaft einen mächtigen Schritt in Richtung Halbfinale gemacht.

Der Olympiasieger bezwang im Herninger Boxen den amtierenden Vizeweltmeister Norwegen mit 30:26 und zieht verlustpunktfrei in die Hauptrunde ein, wo Schweden, Ungarn und Ägypten die Gegner sein werden.

Vor 15.000 Zuschauern war es lange Zeit ein berauschender Auftritt der dänischen Auswahl. 45 Minuten lang herrschte Klassenunterschied, doch die Dänen hätten den sicher geglaubten Sieg fast noch aus der Hand gegeben. Der WM-Gastgeber ließ einen Neun-Tore-Vorsprung dahinschmelzen. Norwegen verkürzte vier Minuten vor Schluss auf 25:27, hatte aber am Ende das Nachsehen.

Die gute Stimmung konnte nicht einmal durch neue Verletzungssorgen getrübt werden. Nikolaj Jacobsen gehen langsam die Deckungsspezialisten aus. Abwehrchef René Toft Hansen musste nach einer Viertelstunde verletzt vom Spielfeld humpeln und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Dennoch war die dänische Deckung mehr als sattelfest.

„Es sieht nicht besonders gut aus für René. Das ist ärgerlich für uns, wenn René für eine Woche ausfallen würde“, meint der Nationaltrainer, der in der zweiten Halbzeit auch auf einen angeschlagenen Nikolaj Øris verzichten musste.

Die Norweger spielten in den ersten 20 Minuten nicht schlechter als die Dänen, verzweifelten aber an einem überragenden Niklas Landin. Der dänische Torwart hielt vier der ersten fünf Bälle, konnte lange eine Quote von über 60 Prozent aufweisen, dennoch blieben die Norweger zunächst dran. Der WM-Gastgeber nutzte aber einige Zeitstrafen des Gegners, um von 12:11 auf 16:11 davonzuziehen und ging mit einer 17:14-Führung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel hieß es schnell 20:14, und es sah Mitte der zweiten Halbzeit nach einem norwegischen Debakel aus. Die dänische Auswahl hatte sich auf 25:16 abgesetzt, blieb danach allerdings über acht Minuten lang ohne Torerfolg. Auch das Sieben-gegen-sechs-Spiel konnte die Talfahrt nicht bremsen. Die Norweger verkürzten in der 57. Minute auf 25:27, doch Mikkel Hansen machte mit seinem 14. Tor den Sack zu.

Dänemarks Ausnahmespieler war im direkten Duell zweier Kandidaten zum Titel Welthandballer des Jahres gegen Sander Sagosen der klare Sieger. Sagosen war völlig von der Rolle, kam gegen die dänische Deckung kaum zum Zuge und erzielte sein erstes Tor nach 45 Minuten.

Nach diesem Zweikampf mit dem ehemaligen SønderjyskE-Handballer Magnus Gullerud musste René Toft Hansen verletzt ausscheiden. Foto: Jonathan Nackstrand/Ritzau Scanpix
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