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„Midtjylland war auch in Unterzahl gut“

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Simon Poulsen im Zweikampf mit Alexander Scholz. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Punktgewinn oder Punktverlust war die große Frage nach dem torlosen Unentschieden zwischen SønderjyskE und dem FC Midtjylland, nachdem die Hellblauen gegen den dänischen Meister mehr als eine Stunde lang mit einem Mann mehr auf dem Platz gespielt hatten.

„Ich stehe mit gemischten Gefühlen da. Gegen den Meister der Vorsaison ist ein Punkt schon gut, aber wenn man so lange in Überzahl gespielt hat, hofft man natürlich auf mehr“, meint Linksverteidiger Simon Poulsen, der auch zweieinhalb Jahre für den FC Midtjylland gekickt hat: „Lob an den FCM, der es uns schwer gemacht hat. Der FCM hat uns unter Druck gesetzt, auch als sie nur zu zehnt gespielt haben. Wir können mit dem einen Punkt leben.“

Der 31-fache Nationalspieler sah die SønderjyskE-Mannschaft allerdings nicht auf dem Niveau vom Brøndby-Spiel.

„Der FCM hat auch in Unterzahl seine Spielweise nicht geändert und stiftet bei jeder Standardsituation Unruhe. Das kann man nicht verhindern. Was mich aber am meisten enttäuscht, ist dass wir am Ball nicht besser waren“, so Simon Poulsen: „Wir sind aber in der Spur. Die Formkurve zeigt nach oben.“

Alexander Bah gehörte erneut zu den auffälligsten SønderjyskE-Spielern. Auch er hatte sich am Ball mehr erhofft.

„Es hat im spielerischen Bereich ein wenig gefehlt. Ich möchte nicht sagen, dass keiner Verantwortung übernommen hat, aber es hat auf dem letzten Drittel des Spielfeldes ein wenig Qualität gefehlt“, meint der Offensivmann, der mit einem Schuss von der Strafraumgrenze noch die beste SønderjyskE-Chance des Spiels hatte.

„Man ärgert sich immer, wenn man so lange in Überzahl gespielt hat. Da ist man über den einen Punkt enttäuscht, aber wir müssen erhlich gestehen, dass Midtjylland auch in Unterzahl gut war. Das müssen wir anerkennen“, lautet das Fazit von SønderjyskE-Trainer Claus Nørgaard: „Es war ein Spiel voller Power und Energie. Unterm Strich war das Unentschieden ein faires Ergebnis.“

Nørgaard ärgert sich, dass er mit Marc Pedersen und Kees Luijckx beide Innenverteidiger auswechseln musste.

„Das hat unseren Rhythmus im Spielaufbau gestört. Wir hatten unsere Basis nicht mehr“, ärgert sich der Trainer, der aber ein Sonderlob für seinen Schlussmann Sebastian Mielitz hatte: „Solche Spiele hätten wir in der vergangenen Saison noch verloren. Das Fundament ist aber solider geworden, und unser Torwart hat richtig gut gehalten. Ich finde, dass er in der Superliga unterschätzt wird. Sebastian hat über einen langen Zeitraum ein stabiles und hohes Niveau gezeigt. Ich stufe ihn in der Liga sehr hoch ein, in der besseren Hälfte ist er auf alle Fälle.“

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