Kriminalität

Söhne mit Rasierklinge verletzt - Haftstrafe gefordert

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Der Angeklagte soll versucht haben, zwei erwachsene Söhne mit einer Rasierklinge zu töten.

Er soll im Mund eine Rasierklinge versteckt und damit seine erwachsenen Söhne angegriffen haben. Jetzt droht dem Vater aus Hamburg-Wilhelmsburg eine mehrjährige Haftstrafe.

Im Prozess um einen Angriff auf zwei junge Männer mit einer Rasierklinge hat die Hamburger Staatsanwaltschaft sechseinhalb Jahre Haft für den angeklagten Vater gefordert. Der 44-Jährige soll nach dem Willen der Anklagebehörde wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung verurteilt werden. Die Verteidigung beantragte Freispruch für den Angeklagten, wie die Gerichtspressestelle weiter mitteilte. Die Strafkammer am Landgericht will das Urteil am Mittwoch verkünden.

Der 44-Jährige soll in der Nacht zum 9. April im Stadtteil Wilhelmsburg versucht haben, seine damals 21 und 24 Jahre alten Söhne auf der Straße zu töten. Während eines Streits habe er eine zuvor im Mund versteckte Rasierklinge hervorgeholt. Den Angaben zufolge fügte der Türke seinem jüngeren Sohn eine stark blutende Schnittverletzung am Hals zu. Der ältere Sohn erlitt eine Schnittverletzung am Bauch. Vor weiteren Attacken hätten sich die Opfer in einer nahegelegenen Moschee in Sicherheit bringen können. Die ursprüngliche Anklage hatte auf versuchten Mord in zwei Fällen und gefährliche Körperverletzung gelautet.