Deutsche Minderheit

„Du darfst mich gerne anzünden“: Wissenschaft zum Anfassen am DGN

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Mit verschiedenen Experimenten versucht das DGN, Schülerinnen und Schüler für die Naturwissenschaften zu begeistern.

Mit Experimenten rund um die Welt des Lichts stellte das Deutsche Gymnasium für Nordschleswig die Naturwissenschaften in den Mittelpunkt seiner jährlichen Projektwoche. Mit spannenden Versuchen durften sich Schülerinnen und Schüler selbst ausprobieren.

Wohl nur bei einer solchen Projektwoche fällt der Satz: „Du darfst mich gerne anzünden.“ Von einem Lehrer zu einem Schüler.

Das Deutsche Gymnasium für Nordschleswig (DGN) begrüßt jedes Jahr Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen deutschen Schulen in Nordschleswig oder fährt selbst an die Schulen, um seine naturwissenschaftlichen Experimente zu zeigen.

Zukunftsthema Licht soll Schüler begeistern

„Es geht zum einen um die Naturwissenschaften, aber natürlich auch darum, uns als Schule zu zeigen“, sagt Schulleiter Jens Mittag zum Hintergrund der „NiM-Woche“ am DGN. Gerade bei den älteren Klassen will das DGN die Projektwoche als Werbung für sich als zukünftige Schule nutzen.

Jedes Jahr steht die „NiM-Woche“ unter einem bestimmten Motto. Dieses Jahr war es die „Stadt der Zukunft“. Schulleiter und Physiklehrer Jens Mittag hat im Voraus in Zusammenarbeit mit Mathematik- und Physiklehrer Simon Beers ein kleines Programm für die Schülerinnen und Schüler erarbeitet.

Unter dem allgemeinen Motto entscheidet sich das Lehrer-Duo dann für ein Unterthema, in diesem Jahr das Thema Licht.

Physik wird praktisch: Projektwoche bringt Abwechslung

Schüler Matthias (links) möchte seinen leuchtenden Schlüsselanhänger verschenken.

Bei verschiedenen Versuchen steht diesmal das Thema Licht im Vordergrund. So können die Kinder der Klassen 5 bis 9 unter anderem einen Schlüsselanhänger basteln, der im Dunkeln leuchtet, oder herausfinden, wie ein Knicklicht aufgebaut ist.

Physiklehrer Mittag geht hier als leitende Lehrkraft voran. Er erklärt die Experimente und unterstützt die Schülerinnen und Schüler beim Anmischen der Stoffe oder beim Suchen der nötigen Materialien.

Auch für die teilnehmenden Klassen ist die Projektwoche eine gelungene Abwechslung vom Schulalltag. „Zurzeit haben wir eine sehr theoretische Phase im Unterricht, da ist es schön, ein paar Experimente zu machen“, erzählt Matthias aus der 8. Klasse der Deutschen Privatschule Apenrade.

Finale mit Feuer

Von Farbe, die nur unter Schwarzlicht gesehen werden konnte, bis hin zu einem Knicklicht in groß war für jeden etwas dabei.

Am Ende der 90-minütigen Experimentierstunde runden die Lehrer Mittag und Beers die Einheit mit zwei schnellen Versuchen ab. Den Schülerinnen und Schülern wird gezeigt, was passiert, wenn eine Gewürzgurke über zwei Gabeln unter Strom gesetzt wird und wenn ein Schaum, bestehend aus Spülmittel und Feuerzeuggas, auf der Hand angezündet wird.