Deutsche Minderheit

Lügumkloster: Nächstenliebe ist beim Sozialdienst kein leeres Wort

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Die Generalversammlung war keine bierernste Angelegenheit, sondern es gab auch Gelegenheit zum Lachen.

Für den Gemeinschaftsausflug ist ein neues Konzept angedacht. Der Sozialdienstvorstand wünscht sich auch jüngere Mitglieder.

„Zusammen haben wir ein gutes Jahr gehabt, und wir freuen uns auf die Zukunft. Obwohl wir so viel Unfrieden in der Welt haben, können wir selbst ein gutes Beispiel bringen und für unsere Mitmenschen Nächstenliebe zeigen“, lauteten die abschließenden Worte im Jahresbericht der Vorsitzenden des Sozialdienstes Lügumkloster, Christa Lorenzen.

Die Generalversammlung fand im Gemeindehaus in Lügumkloster statt, wo der Sozialdienst in der Regel seine Montagstreffen durchführt. „Wir schätzen den Gemeinderaum sehr, er fühlt sich wie eine große Wohnstube an“, erwähnte die Vorsitzende. Die Generalversammlung hatte etwa 42 Menschen in die große Wohnstube gelockt.

Ein gemeinsamer Gedankenaustausch

Christa Lorenzen ließ den Veranstaltungsreigen des vergangenen Jahres Revue passieren. Die Veranstaltungen seien mit zwischen 20 und 40 Personen durchweg gut besucht gewesen.

Die Vorsitzende ging auch auf den Gedankenaustausch mit der Nordschleswigschen Gemeinde und dem Ortsverein 6240 (Lügumkloster/Osterhoist) des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) ein. „Es war ein sehr positives Treffen“, sagte Christa Lorenzen.

Auf Initiative der Gemeinde wurde der jährlich stattfindende Gemeinschaftsausflug erörtert, der bisher im Wechsel von den drei Vereinen im August ausgerichtet wurde. Wegen des rückläufigen Zuspruchs entschieden sich die Vertreterinnen und Vertreter für ein neues Modell. Der Tagesausflug wird künftig im September angeboten und nicht von einem Verein im Alleingang, sondern gemeinsam vorbereitet.

Herausforderungen in der Vorstandsarbeit

Die Generalversammlung in Lügumkloster war gut besucht.

„Ich bin jetzt seit zehn Jahren im Sozialdienst-Vorstand. Wir gedenken jedes Jahr verstorbener Mitglieder. Aber es kommt leider nicht die gleiche Anzahl an neuen jüngeren Teilnehmenden zu unseren Veranstaltungen und in den Vorstand“, sagte die Vorsitzende. Es gab an diesem Abend auch aus der Versammlung keine Antwort darauf, wie diesem „Sorgenkind“ beizukommen sei.

Die elektronischen Bezahlungen seien eine große Erleichterung für den Vorstand. „Es bringt aber auch Herausforderungen, denn es gibt Mitglieder, die einfach nicht bezahlen – trotz Mahnungen. So haben wir leider mehrere Mitglieder verloren, aber Gott sei Dank auch neue dazugewonnen“, erklärte die Vorsitzende.

Lob für die Arbeit

Aus dem Kreis der Teilnehmenden bedankte Metha Jessen sich für ein tolles Programm, aus dem man vieles mitnehmen könne. „Ich finde, man hat gute Möglichkeiten, etwas daraus zu wählen“. Sie lobte außerdem generell die Arbeit des Sozialdienstes. „Es sind auch im Haus Quickborn in Kollund neue tolle Dinge angekurbelt worden“, so Metha Jessen.

Die Familienberaterin Ilka Jankiewicz gab einen anschaulichen Einblick in ihre Tätigkeit.

Änderungen im Programm

Christa Lorenzen wies darauf hin, dass am Montag, 3. Februar, 14.30 Uhr im Gemeindehaus ein deutsch/dänischer Musiknachmittag stattfindet. Ursprünglich hätte die deutsch-dänische Zusammenarbeit der Kirchengemeinden im Mittelpunkt stehen sollen. Das gemeinsame Spargelessen mit dem BDN wird umständehalber von Dienstag, 20. Mai, auf Montag, 2. Juni, verlegt.

Beim gemeinsamen Ausklang bei belegten Broten kam das soziale Miteinander in der geselligen Runde nicht zu kurz.

Der Vorstand

• Christa Lorenzen, Vorsitzende
• Jutta Bargum Stein, zweite Vorsitzende (Wiederwahl)
• Karin Lauritzen, Kassiererin
• Kerstin Lo Monaco, Protokollführerin (Wiederwahl)
• Georg Thomsen, Vertreter im Sozialdienst-Hauptvorstand
• Marion Mikkelsen Ohlsen (Wiederwahl)
• Sophie Matzen

• Revisor: Claus Tästensen (Wiederwahl)
• Als Delegierte lösen Klara und Egon Süberkrüb Anne Marie Blume und Monika Johannsen ab.