Deutsche Minderheit

Faszination Lkw: Sicher Truckspotten will gelernt sein

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Die Kinder sind nun mit Warnwesten ausgestattet und haben erfahren, wie sie ihr Hobby sicher ausüben können.

Lastwagen zu beobachten – das begeistert viele Kinder. In Lügumkloster greift der DKCT das Hobby pädagogisch auf – mit Sicherheitswesten, Aufklärung und einem Besuch beim Fuhrunternehmen, um Risiken zu minimieren.

Junge Fans halten oft in Gruppen an strategisch günstigen Stellen nach Lastwagen Ausschau. Fotografieren und filmen mit dem Handy die vorbeifahrenden Lkws und teilen mit anderen ihre Leidenschaft für die schweren Gefährte. Mit bestimmten Handzeichen erreichen die Anhängerinnen und Anhänger der Fahrzeuge, dass die Brummi-Fahrenden zum Beispiel mit der Lichthupe oder dem Rotorblinker grüßen.

Kreisverkehre sind beliebte Treffpunkte, um dem sogenannten Truckspotting nachzugehen. Das trifft auch für den Kreisverkehr bei der Deutschen Schule in Lügumkloster zu. Da bei dem Spotting in der Freizeit manchmal gefährliche Situationen entstanden, hat der Club des DKCT (Deutsche Kindertagesstätten und Clubs in der Kommune Tondern), der die jüngeren Schulkinder nach der Schule betreut, das Hobby vor der Sommerpause thematisiert.

„Wir haben das Thema aufgegriffen, weil viele Kinder draußen an der Straße stehen, um Lastwagen zu fotografieren. Dabei ist die Sicherheit nicht immer präsent“, sagt Pädagogin Laila Andresen mit Blick auf die Freizeitaktivität der Kinder.

Sicherheit im Straßenverkehr im Vordergrund

Die Kids sind als Truckspotter sichtbar.

Um für Aufklärung aus erster Hand zu sorgen, rollte im Schulhof ein ganz neuer Lastwagen des Tonderner Unternehmens Kjelkvist an. Der Fahrer sprach mit den Kindern über Sicherheit an der Straße.

„Außerdem hat er für alle Kinder, die interessiert waren, Truckspotter-Westen mitgebracht“, so die Pädagogin.

Zudem ging es an einem anderen Tag nach Jeising (Jejsing), um den Fuhrunternehmer Michael Brandt zu besuchen. In Regie von Michael und seinem Sohn Oskar wurden alte und neue Lastwagen genau untersucht und bestaunt und alles erklärt.

Ein Mädchen gehörte zu der Truppe, die sich in Jeising die Lastwagen anschaute.

„Die Kinder haben jetzt ihre Westen an, wenn sie an der Straße stehen und werden besser gesehen. Zudem haben sie erfahren, dass sie wegen der Sicherheit beim Filmen nicht so nah dran gehen“, so Laila Andresen. Bei einigen sei das Interesse mittlerweile rückläufig.