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Architekt: Für den Højkro ist es allerhöchste Eisenbahn

Architekt: Für den Højkro ist es allerhöchste Eisenbahn

Architekt: Für den Højkro ist es allerhöchste Eisenbahn

Süderseiersleff/Søndersejerslev
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Die Zukunft des Højkro ist ungewiss. Foto: privat

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Harald Christensen sieht unverzüglichen Handlungsbedarf, um die Bausubstanz zu retten. Das Dach und die Fenster müssen dicht sein. Besitzerin arbeitet mit zwei Personen alleine weiter.

Als Vorstandsmitglied mit Sachverstand hat sich der Architekt Harald Christensen in den Vorstand des neu gegründeten Vereins Højkros Venner wählen lassen. „Ich will versuchen, mit dem Verein den Højkro zu retten, für den es allerhöchste Eisenbahn ist, wenn nicht vielleicht schon zu spät. Eine Restaurierung würde aber sehr, sehr teuer werden“, erklärt Christensen im Gespräch mit dem „Nordschleswiger“. Er sitzt für die Sozialdemokraten auch im Tonderner Stadtrat.

Für den Vorstand habe er sich als Architekt und nicht als Politiker zur Verfügung gestellt, erklärte Harald Christensen. Gleich zwölf Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich aufstellen lassen. Die rund 65 Anwesenden der Gründungsversammlung sollten nur sieben Mitglieder und zwei Stellvertreterinnen und Stellvertreter wählen. Einer zog seine Kandidatur zurück.

Nicht mehr Nässe ins Haus

Die Übernahme des Hauses von der heutigen Besitzerin, Hotelbesitzerin Therese Thøgersen, sei eine Voraussetzung dafür, die einleitenden und wichtigsten Rettungsaufgaben anzugehen. „Mehr Nässe darf nicht in das Haus dringen. Daher müssen das Dach und die Fenster dicht sein“, so Christensen.

Der Vorstand des Vereins Højkros Venner, der sich am Mittwoch konstituiert, müsse entscheiden, ob ein möglicher Kauf realisierbar sei. „Voraussetzung ist, dass Thøgersen das Anwesen überhaupt verkaufen will. In einem Haus, das uns nicht gehört, können wir nichts machen.“

Seit zehn Jahren Leerstand

Die Hotelbesitzerin von Röm (Rømø) hat erklärt, dass sie schon lange versucht habe, das Gasthaus in Süderseiersleff zu verkaufen. Eine Gastwirtschaft in der Lage zu betreiben, sei ein Ding der Unmöglichkeit. Sie überhaupt gekauft zu haben, sei ein Fehler gewesen, so Thøgersen zu „JydskeVestkysten“. Seit zehn Jahren steht das Haus leer.

Sieben Vorstandsmitglieder gewählt

Aufgrund des zunehmenden Verfalls wurde die Bürgerinitiative gegründet. Initiator war Simon Peter Nehrkorn Christiansen. Er wurde in den Vorstand gewählt, genauso wie Jannik Lorenzen, Helle Behrens Hansen, Anne Marie Ludvigsen, Mads Rykind-Eriksen, Klaus Melbye und Harald Christensen. Stellvertreter sind Ove Foss und Erhard Ehmsen.

In einem Facebook-Eintrag auf der Seite der Bürgerinitiative schreibt er, dass der Verein ein wichtiges Beispiel für das westschleswigsche Kulturerbe retten wolle.

Währenddessen wird die Krugbesitzerin Therese Thøgersen mit Bernd Carstensen aus Hoyer (Højer) und Britt Tryde Haarløv, Tondern (Tønder), an eigenen Plänen schmieden, wie der Krug gerettet werden kann.

Die Vorstandsmitglieder des Vereins Højkros Venner:

  • Simon Peter Nehrkorn Christiansen
  • Jannik Lorenzen
  • Helle Behrens Hansen
  • Anne Marie Ludvigsen
  • Mads Rykind-Eriksen
  • Klaus Melbye
  • Harald Christensen
  • Stellvertreter: Ove Foss und Erhard Ehmsen

„Wir werden aufs Gaspedal drücken und werden alles – auch so schnell wie möglich – tun“, schreibt Christiansen.

Öffentliche Hand hat keine Handhabe

Die Kommunen haben beim Verfall unter Denkmalschutz stehender Häuser keine Handhabe, es sei denn, es entstehen gefährliche Situationen wie zum Beispiel vom Dach fliegende Dachpfannen. Dann können die Eigentümerinnen und Eigentümer dazu verpflichtet werden, das Gebäude abzusichern. Auch der für historische Bauten zuständigen Behörde Kulturarvstyrelsen sind die Hände gebunden. Sie kann nicht eingreifen, wenn ein unter Schutz stehendes Haus verfällt.

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