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Soldaten an der Grenze „keine Intensivierung der Grenzkontrollen“

Soldaten an der Grenze „keine Intensivierung der Grenzkontrollen“

Soldaten an der Grenze „keine Intensivierung der Grenzkontrollen“

Pattburg/Padborg
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Soldaten
Oberstleutnant Kim Kristensen zeigt, wie die Soldaten im Grenzeinsatz aussehen werden. Ein Hinweis mit der Aufschrift „Politi Forsvaret“ wird am rechten Arm getragen. Foto: Cornelius von Tiedemann

Reguläre dänische Soldaten unterstützen fortan die dänische Polizei bei den Grenzkontrollen. Einreisende kontrollieren wird weiterhin die Polizei. Der Chef der Ausländerkontrollabteilung in Pattburg, Brian Fuglsang, erklärt die Aufgaben der Soldaten.

Brian Fuglsang

Brian Fuglsang

An der Grenze zu Deutschland werden fortan Soldaten eingesetzt. Das hat die Politik beschlossen – jetzt wird dieser Beschluss in die Tat umgesetzt. Die Grenzkontrollen zu Deutschland, sie würden nicht intensiviert, sagt Brian Fuglsang. Er ist Chef der Ausländerkontrollabteilung in Pattburg und zugleich für die Grenzkontrollen zuständig.

„Die Aufgabe der Grenzkontrollen besteht aus mehreren Teilen“, sagt Fuglsang. „Eine dieser Aufgaben ist es, Personen zu transportieren und zu bewachen, die die Polizei im Zuge der Grenzkontrollen festnimmt. Es ist diese isolierte Aufgabe, bei der uns die Soldaten helfen sollen“, so Fuglsang weiter. „Es werden weiterhin die Polizei und die Heimwehr sein, die den eigentlichen Grenzkontrollen an der Grenze vorstehen, und dieses Bild wird sich auch den Bürgern, die nach Dänemark einreisen, zeigen“, sagt er auf einem eigens einberufenen Pressetermin am Freitagvormittag in Pattburg zum Nordschleswiger.

Nur Polizei und Heimwehr werden an der Grenze grüßen

„Es werden weiterhin nur Polizei und Heimwehr sein, die an den Grenzkontrollposten stehen und sie sind es, die Pendler, Touristen, andere Bürger, die nach Dänemark einreisen, sehen werden“, sagt Fuglsang. „Nein, hier ist nicht die Rede von einer Intensivierung der Grenzkontrollen“, so Fuglsang, „es geht hier darum, dass wir durch die Hilfe der Soldaten einige Polizeileute bei den Grenzkontrollen einsparen können, die wir wieder zurück in die Polizeikreise schicken können, die sie sehr dringend brauchen und dort können sie sich dann den Aufgaben widmen, die sie dort erwarten.

Die Soldaten haben eine zweiwöchige Ausbildung an der Polizeischule erhalten. Dort habe es, sagt Fuglsang, unter anderem Schießtraining gegeben, die Soldaten seien in die Berufsethik der Polizei eingeführt worden, „wie transportiert und bewacht die Polizei Festgenommene, wie wendet die Polizei Gewalt an und so weiter“.

Bewaffnet nur zur Selbstverteidigung – Kadetten kommen in Kürze hinzu

Eine Waffe, kein Gewehr, sondern lediglich eine Pistole am Gürtel, tragen die mit einem speziellen Armband ausgezeichneten Soldaten vor allem, um sich verteidigen zu können, sagt Fuglsang. „Um die Aufgabe mit dem Transport und der Bewachung von Festgenommenen zu lösen, haben sie zudem Pfefferspray und Handschellen bekommen, die sie, sollte es notwendig sein, anwenden können“, berichtet der Grenzkontroll-Chef.

Wie viele Soldaten eingesetzt werden verschweigt die Polizei „aus taktischen Gründen“. Kommende Woche sollen nach Informationen des Nordschleswigers auch die eilig ausgebildeten Polizeikadetten an der Grenze antreten, bevor sie ihre Aufgabe angehen soll es jedoch eine Einweisungsphase geben.

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