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Rückgang bei deutsch-dänischen Studierenden im Grenzland

Rückgang bei deutsch-dänischen Studierenden im Grenzland

Rückgang bei deutsch-dänischen Studierenden im Grenzland

Peder Bjerge/fla/nb
Flensburg/Sonderburg
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Die Zahl der grenzüberschreitenden Studierenden ist rückläufig. Foto: Kira Kutscher

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Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat sich die Anzahl an Studierenden in den grenzüberschreitenden Studiengängen, die die Universitäten in Flensburg und Sonderburg anbieten, fast halbiert.

Unmittelbar sehen die Zahlen nicht gut allzu gut aus. In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Studierenden, die ein grenzüberschreitendes Studium an der Süddänischen Universität und der Universität Flensburg durchführen, von 393 im Jahr 2011 auf knapp unter 200 im vergangenen Jahr zurückgegangen. Dies entspricht fast einer Halbierung.

Auch die Zahlen der Studienanfängerinnen und -anfänger hat in den vergangenen zehn Jahren abgenommen: von 166 im Jahr 2011 auf 98 im Jahr 2020.

„Wir sind zurück auf dem Niveau von 2006. In der Zwischenzeit war es wesentlich höher“, sagt Professorin Dr. Suzanne Royer vom Internationalen Institut für Management und Ökonomie an der Universität Flensburg.

Es handelt sich wirklich um ein sehr attraktives Studienangebot von unserer Seite aus gesehen. Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit der Süddänischen Universität.

Professorin Dr. Suzanne Royer, Internationales Institut für Management und Ökonomie an der Universität Flensburg

Ihren Angaben zufolge fällt der Rückgang in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie etwas stärker aus. Allerdings liegen die endgültigen Zahlen hier noch nicht vor, so die Süddänische Universität. Suzanne Royer hofft jedoch daruf, dass der Zulauf zum Studium wieder zunimmt, sobald wieder mehr normale Zustände herrschen.

Sehr attraktive Ausbildung

Obwohl es so aussehen könnte, als würden die Studierenden den Studiengang verweigern, ist sie überzeugt davon, dass es eine grundlegende Nachfrage nach der Ausbildung im Bereich internationales Management mit Fremdsprache gibt, bei der der Unterricht sowohl in Sonderburg als auch in Flensburg durchgeführt wird. An zwei Tagen der Woche findet er im Alsion in Sonderburg und dem Rest der Zeit in Flensburg statt.

„Es handelt sich wirklich um ein sehr attraktives Studienangebot von unserer Seite aus gesehen. Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit der Süddänischen Universität, die im kommenden Jahr übrigens ihr 30-jähriges Jubiläum feiern kann“, sagt Professorin Royer.

Sie hofft darauf, in der kommenden Zeit größere Aufmerksamkeit auf die Ausbildung lenken zu können, so dass mehr Studierende Kenntnis von der Möglichkeit bekommen, die ihnen die beiden Universitäten in der Grenzregion anbieten können.

Nachteilige Einflüsse

Per Boisen, Bürochef bei der Süddänischen Universität für den Bereich Internationales und für den Studierendenservice Sonderburg, zufolge hat es in der Vergangenheit einige Jahrgänge gegeben, die „einerseits durch Änderungen an der Gymnasialreform auf deutscher Seite begünstigt waren. Zudem hat die Einführung einer Aufnahmebeschränkung im selben Zeitraum einen negativen Einfluss (auf die Studierenden, Red.) auf dänischer Seite gehabt“.

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Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
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