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Flensburg steht voll hinter Grenz-Gartenschau ab 2020

Flensburg steht voll hinter Grenz-Gartenschau ab 2020

Flensburg steht voll hinter Grenz-Gartenschau ab 2020

Nordschleswig
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Stephan Kleinschmidt und Gabriele Stappert. Foto: Kulturregion

Die Vorsitzende des Kultur- und Tourismus-Ausschusses von Flensburg stellt klar: Die Pläne für eine Landesgartenschau rund um die Flensburger Förde werden in Kürze konkretisiert. Die Zeit sei knapp – aber ausreichend.

„Die Zeit der Vorbereitung ist knapp – doch die Stadt Flensburg steht voll und ganz hinter der Grenz-Gartenschau, auch mit einem Start in 2020.“ Mit dieser Aussage unterstreicht die Vorsitzende des Flensburger Kultur- und Tourismus-Ausschusses, Gabriele Stappert (CDU), die Pläne der Stadt Flensburg, sich an einer grenzüberschreitenden Landesgartenschau (LGS) zu beteiligen.

Zuvor hatten Berichte die Runde gemacht, Flensburg unterstütze zwar die grenzüberschreitende Schau, nicht aber den Zeitpunkt 2020. Auf Nachfrage unserer Zeitung stellte die Ratsfrau klar, dass Flensburg derzeit im Stadtplanungs-, Kultur- und Tourismus-Ausschuss die Weichen für den Start in 2020 stellt.

„Bei unserer jüngsten Sitzung war Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) persönlich anwesend, als ich als Vorsitzende für die Grenz-Gartenschau geworben habe. Es ist jetzt wichtig, dass wir den Stand der Dinge bestimmen und zeigen, dass wir vollkommen hinter diesem großartigen Projekt stehen. Nun gilt es, die Grenz-Dreiecks-Kontakte, also mit den Kommunen Apenrade und Sonderburg, zu intensivieren.“ Anfang des Jahres seien weitere Gespräche geplant.

„Projektkonzept mit Hand und Fuß“

„Um uns abzustimmen, wie wir wegen der Anträge vorgehen“, so Stappert, die auch Vorsitzende des Kulturausschusses der Region Sønderjylland-Schleswig ist. Bei der kommenden Sitzung zur Stadtentwicklung im Januar würden zwei Punkte geklärt: Wie sehen die nächsten Schritte aus und wie die Finanzierung? Fest steht: Der Interreg-Antrag benötigt Zeit. Nach Machbarkeitsstudie und einem „Projektkonzept mit Hand und Fuß“ will man den Antrag nicht wie geplant im Februar, sondern im Herbst 2018 stellen. „Es soll mehr werden als eine normale Landesgartenschau: eine Volksbewegung mit Kunst- und Kulturvereinen, mit Sportvereinen. Eine Perlenkette entlang der Förde, mit blühenden Schlossgärten und Stadtparks.“

Reicht die Zeit, um all das bis 2020 auf die Beine zu stellen? „Die dänische Seite will das gerne mit 2020 verbinden, wir wollen 2020 als Startjahr nutzen, das Projekt jedoch in mehreren Phasen über Jahre durchführen. Aber mit Beginn in 2020.“ Stephan Kleinschmidt (SP), Vize-Bürgermeister in Sonderburg und Mitinitiator der Idee, freut sich über den Rückhalt aus Flensburg. Dass die Zeit knapp ist, ist ihm bewusst. „Wir müssen uns jetzt fragen: Was ist bis 2020 realisierbar?“ Zudem sei es eben „keine gewöhnliche Landesgartenschau“, sondern ein grenzüberschreitendes Projekt in Anlehnung an die LGS, „eine eigene Zwei-Länder-Gartenschau“.

Da die Landesregierung in Kiel für 2020 ohnehin keine „normale“ LGS geplant hat, stünden die Chancen nicht schlecht, auch bei der neuen Regierung für das grenzüberschreitende Projekt auf Zustimmung und Unterstützung zu stoßen.

Mehr zum Thema: Grüner Daumen hoch! (Leitartikel vom 20. Dezember 2017)

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