Deutsch-Dänisch

„Haderslev Rotary“ erlebt Politik zum Anfassen in Kopenhagen

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Besuch auf der „Burg“: Henrik Frandsen begrüßt die Gäste aus dem deutsch-dänischen Grenzland auf Christiansborg. Rotary-Präsident Kim Fuglsang (rechts) hatte den Ausflug in das Zentrum der Politik initiiert.

Politik hautnah erleben, Türen öffnen und Kultur genießen: Kim Fuglsang, Präsident von „Haderslev Rotary “, hat mit seinem Klub und Gästen vom Partnerverein aus Schleswig Kopenhagen erkundet. Zwischen Folketing und Oper warteten interessante Begegnungen – und so manches Aha-Erlebnis.

34 Teilnehmende, darunter Gäste des Freundschaftsklubs aus Schleswig, hatten sich in der Vorwoche mit dem „Haderslev Rotary Klub“ auf den Weg in die dänische Hauptstadt gemacht. Präsident Kim Fuglsang, Direktor der Mälzerei Fuglsang in Hadersleben (Haderslev), hatte den Ausflug organisiert, um den Mitgliedern das deutsch-dänische Grenzland näherzubringen.

Ausflug in die Parteienlandschaft

Im Mittelpunkt stand der Besuch des dänischen Parlaments, des Folketings. Henrik Frandsen, Fraktionsvorsitzender der Moderaten, führte die Gruppe durch Schloss Christiansborg, Sitz des dänischen Parlaments.

„Frandsen hat uns einen Einblick in die Arbeit der Parteienlandschaft gegeben“, sagt Fuglsang. Besonders die Offenheit des politischen Systems habe die Gäste aus Deutschland fasziniert. „Wir nörgeln zwar oft über die Politik, aber beim Besuch im Folketing haben wir schon Ehrfurcht verspürt.“

Walter Turnowsky (links) gewährte einen Einblick in den Alltag auf Schloss Christiansborg.

Walter Turnowsky, Korrespondent für „Der Nordschleswiger“, weihte die Gäste in den politischen Alltag auf der „Burg“ ein.

„Sie waren überrascht, wie offen das dänische Parlament im Vergleich zum Bundestag ist. Politik hat hier buchstäblich offene Türen – man kann bei den Politikern den Kopf zur Tür hineinstecken, wenn diese offen steht.“

Politik hautnah erlebt

Gruppenfoto vor dem neuen Gemälde von Politikerinnen auf Schloss Christiansborg

Turnowsky nahm sich viel Zeit für die Gruppe und berichtete von seiner Arbeit als Korrespondent auf Christiansborg.

„Ich sehe mich als Vermittler zwischen Kopenhagen und Nordschleswig.“
Sein Ziel sei es, den Abstand zwischen der Hauptstadt und der Grenzregion zu mindern. „Beiden trennen zwar nur zweieinhalb Stunden Zugfahrt, doch der mentale Abstand ist enorm.“

Auf Deutsch und Dänisch beantwortete Turnowsky die vielen Fragen seiner Gäste. Ihr Besuch klang mit einem fast schon obligatorischen kulinarischen Abstecher in die Parlamentskantine „Snapstinget“ aus.

Krönender Ausklang in der Königlichen Oper

Mit einem weiteren Foto auf der Schlosstreppe endete die Stippvisite der deutsch-dänischen Delegation.

Am Abend hatte die Gruppe die Musicalvorstellung „Billy Elliot“ in der Kopenhagener Oper besucht.

Begeistert von den Eindrücken des Tages kehrten die Rotarier – gemeinsam mit ihren Gästen aus Schleswig – nach Hadersleben zurück. Präsident Fuglsang ist zufrieden: „Dieser Ausflug in die Hauptstadt war eine runde Sache.“