SG FLENSBURG-HANDEWITT

Danfoss als Trikotsponsor: „Rückendeckung“ für den deutschen Meister

Holger Petersen/shz
Flensburg
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Trikottausch: Danfoss-Vorstandssprecher Kim Fausing (li.) und SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke Foto: Holger Petersen/shz

Das nordschleswigsche Unternehmen Danfoss ist neuer Trikot- und Strategiepartner der SG Flensburg-Handewitt.

Der neue Kreisläufer Johannes Golla schleckte genüsslich an einem Speiseeis, Lasse Svan hielt vor einer Wurfgeschwindigkeits-Messanlage Smalltalk mit der Belegschaft und Torbjörn Bergerud schrieb, musikalisch umrahmt von einer Blaskapelle, fleißig Autogramme. Der „Betriebsausflug“ des deutschen Handballmeisters SG Flensburg-Handewitt am heißen Dienstag zum neuen Partner Danfoss nach Norborg war eine willkommene Ablenkung vom schweißtreibenden Trainingsalltag. Und ein wichtiger Baustein für die SG-Zukunft.

Eine „sehr, sehr große Partnerschaft“

SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke strahlte mit der Sonne um die Wette. Aus guten Grund. Denn laut seiner Einschätzung wurde am Dienstag mit der Unterschrift unter dem Partnerschaftsvertrag zwischen dem Unternehmen aus dem Bereich Wärme- und Kältetechnik (27.000 Mitarbeiter) und dem Handball-Bundesligisten „eine super Grundlage gelegt, dass wir weiterhin im Konzert der Großen mitspielen können“, meinte Schmäschke.

Über Details des auf zunächst fünf Jahre ausgelegten Kontraktes wurde Stillschweigen vereinbart, aber es sei schon eine „sehr, sehr große Partnerschaft“, meinte Schmäschke, der Danfoss-Besitzer Jörgen Mads Clausen eine dänische Ausgabe der SG-Story mit dem Titel „Grænseløs Lidenskab“ (Grenzenlose Leidenschaft) überreichte. Ein Motto, das auf beide Seiten zutrifft.

Danfoss-Schriftzug im Schulterbereich

„Die SG will die Nummer eins sein – wir auch. Die SG denkt über die Grenzen hinaus – wir auch. Die SG kann nur im Team gewinnen – wir auch. Wir passen super zusammen“, sagte Danfoss-Vorstandssprecher Kim Fausing. Und Schmäschke fügte hinzu: „Es geht nicht nur um Geld, sondern auch um strategische und nachhaltige Weiterentwicklung.“ Stichwort: gegenseitige Unterstützung in Sachen Marketing und Kommunikation sowie Ausbau der Netzwerke und Stärkung der Region.

Also wird Danfoss der SG zukünftig den Rücken stärken – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Fimenlogo wird sich nun im Schulterbereich des SG-Trikots wiederfinden. Und in der Flens-Arena gibt es die Danfoss-Tribüne.

Personelle Probleme vor Derby in Neumünster

Der deutsche Meister blickt sehr optimistisch in die Zukunft und hat, wie Glen Solberg befindet, „eine sehr spannende Mannschaft beisammen“. Der 46-jährige ehemalige Weltklasse-Spielmacher verstärkt seit dieser Saison das Kompetenzteam der SG und war auch am Dienstag mit der Mannschaft unterwegs. Geplant ist, dass Solberg zwei Tage pro Woche in Flensburg weilt und dann wieder in seine norwegische Heimat fliegt, wo er den Erstligisten St. Hallvard trainiert.

Aus diesem Grund wird er am Donnerstag nicht beim Flens-Cup vor Ort sein, wenn die SG in Neumünster auf den THW Kiel (19 Uhr/Livestream auf shz.de/Restkontingent an Karten an der Abendkasse) trifft. Ebenfalls fehlen werden aller Voraussicht nach auch Tobias Karlsson und Rasmus Lauge, die Dienstag mit Magen-Darm-Grippe und Fieber das Bett hüten mussten – und somit auch nicht beim abendlichen Testspiel bei Team Tvis Holstebro (20:24-Niederlage) mitwirken konnten.

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