Deutsche Minderheit

Volles Haus: Mit 107 Jugendlichen ins neue Nachschuljahr

Veröffentlicht Geändert
An der Nachschule Tingleff hat das neue Schuljahr begonnen. Über 100 Jugendliche sind gestartet.

Die Deutsche Nachschule Tingleff kann sich einmal mehr über eine große Nachfrage freuen. In diesem Jahr sind verhältnismäßig viele Geschwister ehemaliger Schülerinnen und Schüler dabei. Schulleiter Jørn Warm wertet das als gutes Zeichen.

Der Startschuss für das neue Schuljahr an der Deutschen Nachschule am Grønnnevej in Tingleff ist ertönt. „Es sind 107 Schülerinnen und Schüler. Damit ist unsere Einrichtung voll belegt“, so die Rückmeldung von Schulleiter Jørn Warm.

Die Zusammensetzung der Schülerschaft sei im doppelten Sinne ausgewogen. Etwa jeweils die Hälfte der Jugendlichen kommt aus Deutschland und Dänemark, „und die Verteilung von Jungs und Mädchen ist fifty-fifty“, so Warm.

Familiäre Verbundenheit

Auffällig sei in diesem Jahr, dass verhältnismäßig viele Geschwister von ehemaligen Schülerinnen und Schülern angemeldet sind. „Es sind etwa 20. Beim Infotag mit Eltern fiel uns bereits auf, dass viele bekannte Gesichter dabei sind. Dass so viele Geschwisterkinder unsere Schule besuchen, das werten wir mal als gutes Zeichen“, sagt Warm, der die Geschicke der Deutschen Nachschule seit 2006 leitet.

Die Einquartierung der 107 Jugendlichen ist erfolgt, die wichtigsten praktischen Dinge wie Stundenplan und Einteilung in Gruppen, in sogenannte Tutorengruppen, weitergegeben. Bevor der Schulalltag so richtig beginnt, ist noch eingewöhnen und kennenlernen angesagt.

Volles Programm mit vielen Informationen

„Das machen wir bei einem mehrtägigen Aufenthalt auf dem Knivsberg. Wir halten es für sinnvoll, dass sich die Schülerinnen und Schüler auch mal in einem anderen Umfeld begegnen und sich dort auf andere Weise auf die Nachschulzeit einstimmen. Wichtig ist dabei vor allem das Kennenlernen in den Tutorengruppen“, ergänzt der Nachschulleiter.

Nach dem Knivsbergaufenthalt steigen die Schülerinnen und Schüler dann gleich ins Jahresprogramm ein.

Jørn Warm ist seit 2006 Leiter der Deutschen Nachschule Tingleff und kann sich einmal mehr über eine gute Auslastung der Schule freuen.

Neben dem normalen Unterricht stehen demnächst die Grenzland-Fachtage an, die den Schülerinnen und Schülern aus dem In- und Ausland das Grenzland, die Minderheit und dessen Geschichte näherbringen soll. „Alle werden an den beiden Tagen wieder auf Tour sein und an verschiedenen Stellen entlang der Grenze Informationen zum Grenzland und zur Minderheit erhalten.“

Kurz darauf folgt das Jobcafé, bei dem Gäste verschiedener Berufsgruppen Einblicke in ihre Arbeit geben. „Darunter sind auch einige Eltern“, erwähnt Jørn Warm.

Es geht Schlag auf Schlag weiter. Ein Adventure-Wochenende und Kreativtage zum traditionellen Herbstmarkt mit den Eltern vor den Herbstferien stehen ebenfalls auf dem Programm. „Es ist wieder viel los bei uns“, sagt Warm mit einem Schmunzeln.

Erfahrener Mitarbeiterstab

Dass die Nachschule in den vergangenen Jahren einen kontinuierlichen Zulauf hat, sei neben der allgemeinen Ausrichtung und dem Alleinstellungsmerkmal vor allem dem Lehrkräfteteam zu verdanken, so Warm mit Lob an seine Kolleginnen und Kollegen. „Die meisten sind schon sehr lange dabei. Es gibt kaum Wechsel. Auch das spricht ja für den Betrieb.“

Es bahne sich allerdings ein Generationswechsel an, da einige altgediente Lehrkräfte den Ruhestand anpeilen. „Wir haben das aber im Blick und bemühen uns, Nachfolgerinnen und Nachfolger zu finden, die zu uns und unserer Schule passen“, so Jørn Warm.