Leserinnenbericht

„Der Sozialdienst, Bezirk Apenrade, geht wieder auf Tour“

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Gruppenbild mit Schaufel: Der Kohletagebau in Søby war ein harter Job.

Für die gemeinsame Fahrt Mitte September sind noch einige Plätze frei. Anmeldungen nehmen noch die Vorsitzenden der fünf Ortsvereine des Bezirks an. Elke Carstensen vom Organisationsteam beschreibt die Tour.

Geplant ist ein Ganztagsausflug am 18. September zum Braunkohlerevier Søby, südlich von Herning. Los geht es um 7.30 Uhr von der Deutschen Sporthalle in Tingleff, Zeppelinvej 4. Wir rechnen mit einer Ankunftszeit von 10 Uhr in Søby.

Langweilig? – Dachten wir auch, bis wir etwas genauer hinsahen.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass es in diesem ca. 350 ha großen Gebiet von 1940 bis 1970 die einzige Braukohleförderung in ganz Dänemark gab und wie Braunkohle überhaupt entstanden ist? Wie hart diese Arbeit damals körperlich war? Und wie gefährlich es war und auch zum Teil heute noch in diesem Gebiet ist und warum? Wusstet ihr nicht? Auch was alles zum Tagebau damals dazugehörte, was der harte Arbeit Lohn war und warum es für einige Menschen das braune Gold war und für andere nur harte körperliche Arbeit, für einen kleinen Hungerlohn, so zermürbend, dass wir es uns heute kaum noch vorstellen können. Fragen über Fragen – aus der guten alten Zeit?

Interessante Fragen, wie wir meinen …

Antworten darauf und auf vieles mehr hat für uns alle „Skov- og Naturstyrelsen Midtjylland“ im Braunkohlemuseum Søby gesammelt, einem Gelände mit Hütten, Häusern, Werkzeugen und, und, und – was uns in diese Zeit zurückversetzen kann. Für diesen Rückblick können wir uns reichlich Zeit lassen. Für diesen Programmteil, der die Bemühungen des Wiederaufbaus und eine Ansammlung der alten Gebrauchsgegenstände sowie Nachbauten in Miniatur zeigt, haben wir zwei Stunden Zeit eingeplant, bevor wir dann um 12 Uhr zum Mittagsimbiss nach Brande fahren.

Gut gesättigt und erholt kommen wir dann zum zweiten Höhepunkt des Tages. Um 14.15 Uhr beginnt unser Besichtigungsrundgang. Wir werden uns die Fassaden und Gaubenmalereien sowie Kunstwerke in Brande ansehen.

Wusstet ihr, dass im damals (1968) noch kleinen Brande (ca. 5.000 Einwohner) die ersten Fassaden Dänemarks künstlerisch verschönert wurden? Hierfür haben wir ca. eine Stunde eine Führung gebucht, die uns im wahrsten Sinne des Wortes ins Bild setzen wird.

Danach ist wieder etwas Zeit in eigener Regie geplant, um sich anschließend um 16.15 Uhr am Treffpunkt Bus wieder alle zu sammeln.

Mit etwas Selbstgebackenem und einer guten Tasse Kaffee/Tee wird der Tag abgerundet, bevor wir uns gespickt mit neuen Infos, Bildern und Geschichten um 17 Uhr wieder auf den Heimweg machen. Über viele Anmeldungen freuen sich die Ortsvereine des Sozialdienstes im Bezirk Apenrade (Sozialdienst Buhrkall, Mittwochstreff Apenrade, Donnerstagsclub Rothenkrug, Sozialdienst Fördetreff und Sozialdienst Tingleff).

Im „Nordschleswiger“ wurde vor ein paar Wochen schon Appetit auf den Ausflug gemacht.

Elke Carstensen
Organisationsteam des Bezirks

Hinweis

Dies ist ein Leserinnen- oder Leserbeitrag. Er gibt nicht notwendigerweise die Ansicht der Redaktion wieder. „Der Nordschleswiger“ übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit.