Deutsche Minderheit

Apenrader SP geht mit 16 Kandidatinnen und Kandidaten in den Wahlkampf

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Das Apenrader SP-Spitzenteam
Das Apenrader SP-Spitzenteam: (v. l.) Kurt Asmussen, Jan Breitenkamp Hansen, Erwin Andresen, Dorthe Andresen und Thilo Schlechter

Dass der Frauenanteil nicht wie gewünscht ausgefallen sei, habe einen Grund, wie der Vorsitzende der Schleswigschen Partei in Apenrade sagt. Ansonsten ist die Wahlkommission sehr zufrieden mit dem Ergebnis und mit den Menschen, mit denen es in den Wahlkampf geht.

„Wir haben viele Leute gefragt, ob sie sich als Kandidaten zur Wahl stellen würden“, berichtet Hugo Schmidt bei der Aufstellungsversammlung der Schleswigschen Partei (SP). Der Vorsitzende des Apenrader Ortsverbandes ist auch Teil der sogenannten Task Force Wahl, die die Wahlkampfgeschicke bis zum Wahlabend am 18. November leitet.

Jetzt konnten auf der Bezirksmitgliederversammlung 16 Kandidatinnen und Kandidaten präsentiert werden, die sich zum großen Teil auch persönlich vorstellten.

Vier Spitzenkandidaten gewählt

Zunächst stellte die Wahlkommission jedoch die vier Spitzenkandidaten vor. Dazu gehörte auch der Bürgermeisterkandidat. Das hatte die SP bisher nicht gemacht, doch „wir hatten bei der jüngsten Wahl erlebt, dass bei verschiedenen Veranstaltungen alle Bürgermeisterkandidaten eingeladen wurden – nur die SP war nicht dabei“, berichtet Schmidt. Deshalb habe sich der Ausschuss dazu entschieden, mit Erwin Andresen nicht nur den Spitzenkandidaten auf Listenplatz eins zur Wahl zu senden, sondern ihn gleichzeitig zum Bürgermeisterkandidaten gekürt.

Andresen hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Kommunalpolitik und hatte sich entschieden, nochmals zu kandidieren.

Auch nördlicher Kommunenteil abgedeckt

Auf den Plätzen zwei bis vier folgen Kurt Asmussen (Pepersmark/Pebersmark) Jan Breitenkamp Hansen (Apenrade) und Thilo Schlechter (Pattburg/Padborg). Sie bilden das Spitzenteam, wobei Hugo Schmidt bemerkt, dass man sich freue, Breitenkamp Hansen für den Bereich der Stadt Apenrade ins Wahlrennen schicken zu können, denn die anderen Kandidaten stammen aus dem südlichen Teil der Kommune.

Fast einstimmig wurde das Spitzenteam von der Wahlversammlung gewählt.

Als weitere Kandidatinnen und Kandidaten stellte Hugo Schmidt

Die SP-Kandidatinnen und Kandidaten in der Kommune Apenrade: (v. l.) Thiemo Koch, Jan Breitenkamp Hansen, Florian Born, Anja Eggert, Kurt Asmussen, Thilo Schlechter, Dorthe Andresen, Doris Bell, Erwin Andresen, Niklas Nissen, Peter Asmussen, Lauritz Kley und Hugo Schmidt; nicht auf dem Foto: Käthe Freiberg Nissen, Monika Merz und Elisabeth Simon
  • Dorthe Andresen (Nolde),
  • Peter Asmussen (Apenrade),
  • Doris Bell (Hostrupholz/Hostrupskov),
  • Florian Born (Apenrade),
  • Anja Eggert (Apenrade),
  • Lauritz Kley (Apenrade),
  • Thiemo Koch (Apenrade),
  • Käthe Nissen (Randershof/Rønshoved),
  • Niklas Nissen (Renz/Rens),
  • Monika Merz (Apenrade),
  • Hugo Schmidt (Kraulund/Kravlund)) und
  • Elisabeth Simon (Apenrade) vor.

Auch diese wurden von der Versammlung gewählt.

Frauenanteil unbefriedigend

Lauritz Kley (Mitte) ist hier zu sehen mit Dorthe Andresen und Niklas Nissen. Am 15. April fährt er nach Kopenhagen zur Geburtstagsvorstellung für Prinzessin Isabella (Archivbild).
Lauritz Kley (Mitte) ist hier zu sehen mit Dorthe Andresen und Niklas Nissen. Am 15. April fährt er nach Kopenhagen zur Geburtstagsvorstellung für Prinzessin Isabella (Archivbild).

Mit einer Verteilung von zehn Männern und sechs Frauen sei man nicht zufrieden, sagte Gösta Toft, der ebenfalls zur Task Force Wahl gehört und gleichzeitig die Veranstaltung leitete. „Wir haben viele Frauen gefragt, ob sie nicht kandidieren wollten und hätten uns gewünscht, ein ausgewogeneres Bild liefern zu können. Es haben sich aber leider nicht mehr gemeldet“, fügt Hugo Schmidt hinzu.

Bündnispartner haben zugesagt

Sind Teil der Wahl-Task-Force: (v. l.) Gerhard Mammen, Gösta Toft und Hugo Schmidt.

Erste Bündnispartner konnte der SP-Wahlausschuss ebenfalls schon präsentieren: „Wir haben Gespräche mit den Christdemokraten, Alternativen und mit Radikale Venstre geführt, die sich bereit erklärten, sich mit uns zu einem Wahlbündnis zusammenzuschließen“, so Toft.

Es könne sogar noch eine weitere Partei zu dem Bündnis hinzustoßen, so der Wahlkampfleiter: „Die Moderaten haben wir noch nicht erreichen können“, berichtet er.

Alle Listen-Namen gleichberechtigt

Familie Andresen (hinten) erscheint vereint zur Versammlung. Während Kurt Andresen nicht mehr kandidiert, wagt Tochter Dorthe (2. v. l.) ihren Sprung in die Kommunalpolitik.

Ebenfalls festgelegt wurde, dass es eine gleichberechtigte Liste gibt. „Jeder kann so durch seine Stimmen in den Stadtrat gewählt werden“, erklärt Gösta Toft zu dem Vorschlag der Wahlkommission. Die Kandidatinnen und Kandidaten auf den Listenplätzen 5 bis 16 werden übrigens alphabetisch aufgestellt.

Für eine offene Liste sprach sich die Versammlung nach Abstimmung zudem aus. „So können wir Kandidatinnen und Kandidaten, die sich später zur Wahl stellen wollen, noch mit auf die Liste setzen“, freut sich Hugo Schmidt, der sich wortreich bei den Menschen bedankte, die nun bald in den Wahlkampf starten werden.

„Wir haben ein schlagkräftiges Team zusammengestellt“, fasst Toft zusammen.

Jetzt werden die ersten Vorbereitungen für die heiße Phase getroffen: „Plakate werden vorbereitet und Anzeigen in den Medien geschaltet“, so Task-Force-Mitglied Gerhard Mammen abschließend.

Technisches Wahlbündnis

Ein technisches Wahlbündnis (dänisch: valgforbund) ist eine Vereinbarung zwischen zwei oder mehr Parteien, die dazu dient, Reststimmen bei Wahlen effizienter zu nutzen.

Wie funktioniert es?