Kommunalpolitik

Apenrade im Umbruch: Wie sich die Stadt und ihr Umland verändern sollen

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Kommunale Verwaltungsmitarbeitende haben an Infoständen über den Kommunalplan berichtet.

Wer wissen wollte, wo es neue Seniorenwohnungen oder neue Solaranlagen geben könnte, war beim Info-Treffen zum neuen Kommunalplan an der falschen Adresse. Spannende Informationen gab es trotzdem, wie Teilnehmende erklärten.

„Wir wollten eigentlich hören, wo neue Seniorenwohnungen entstehen könnten“, sagte Lene Andersen. Die Gjenneranerin war mit Gatte Erik zum Bürgertreffen ins Apenrader Rathaus gekommen, um sich dort über den Kommunalplan zu informieren.

Im Deutschen wird dieser Plan als Flächennutzungsplan bezeichnet.

Doch schon zu Beginn der gut besuchten Veranstaltung erklärte Bürgermeister Jan Riber Jakobsen, dass es „nicht um einzelne Projekte gehen wird, sondern der Kommunalplan ist ein übergeordnetes Werkzeug, mit dem die Fläche der Kommune nach ihrem Nutzen eingeteilt wird“.

Erst gab es grundlegende Informationen zum Kommunalplan, dann konnten die Gäste sich zu unterschiedlichen Themen an Ständen schlaumachen.

So gibt es Flächen, die für die Landwirtschaft, für den Handel oder für Wohnraum genutzt werden können. Der neue Kommunalplan legt das fest.

Großflächiger Überblick

Auch andere Gäste der Veranstaltung hatten sich mehr detaillierte Informationen gewünscht: „Ich wüsste gerne, was konkret auf uns zukommt“, sagte Dirk Jürgensen. Der Landwirt aus Kraulund (Kravlund) ist bekannt für seine Zweifel an den Solaranlagen, die in den vergangenen Jahren auf den „guten Böden Nordschleswigs“ hervorsprossen. „Wie viele soll es noch geben – und wo sollen diese entstehen?“, fragte er.

Eine Antwort gab es nicht. Jürgensen bemerkte jedoch am Rande, dass die Kommune vorsichtiger geworden sei, und bei der Verteilung solcher Anlagen mehr auf landwirtschaftliche Flächen Rücksicht nehme.

Er fühlte sich jedoch durch das Treffen als Landwirt gut über Renaturierungsprojekte informiert, die ebenfalls in den Kommunalplan eingehen.

Entwicklung der Ortschaften

Die Karte zeigt, wo sich der Einzelhandel in der Stadt Apenrade sammeln soll.

Spannend sei auch zu sehen, wie sich andere Ortschaften entwickeln sollen, sagten Lene und Erik Andersen unisono. „Loit soll ein regionales Zentrum für das Umland werden“, so Lene Andersen. Das sei spannend.

Laut dem Kommunalplan sollen dort neue Baugebiete ausgewiesen werden, damit sich mehr Menschen in dem Gebiet niederlassen können. Mit zwei großen Supermärkten seien die Einkaufsmöglichkeiten für die Leute im Ort und aus der Umgebung ausreichend gedeckt, heißt es im Bebauungsplan (dän. Lokalplan). Auch solche Entscheidungen werden in dem Papier festgehalten.

Noch bis zum 5. März haben Bürgerinnen und Bürger die Chance, Eingaben für den neuen Kommunalplan zu machen.

Wenn der Stadtrat den Plan im Laufe dieses Jahres endgültig beschließen wird, wird dieser für die kommenden zwölf Jahre gelten.

Der Flächennutzungsplan – Kommuneplan

Die Veranstaltung war gut besucht.