Leserbeitrag

„Eine Seefahrt, die war lustig – Segeltörn bei strahlendem Wetter“

Veröffentlicht Geändert
Der BDN Tingleff lud zu einer Kutterfahrt vor Apenrade ein.

Auf einen Ausflug auf der Förde bei Apenrade mit dem Haikuter „Ebba Aaen" begab sich der BDN Tingleff. Vorstandsmitglied Rolf Pfeifer berichtet von der maritimen Tour.

Der BDN-Ortsverein Tingleff hat es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, das Angebot von Nis-Edwin Petersen anzunehmen, um Apenrade einmal von einer ganz anderen, nämlich von der Seeseite aus zu sehen. Ein Segeltörn mit dem Haikutter „Ebba Aaen“ – ein ganz besonderer Ausflug, der nicht alltäglich stattfinden kann.

Und so freuten wir uns darüber, dass auch Gäste aus Tondern, Hadersleben und Hoyer begrüßt werden konnten.

Der Liegeplatz war schnell gefunden und nach und nach, aber trotzdem pünktlich, erreichten unsere Gäste den Startpunkt der angesagten Seefahrt.

Nachdem alle das Schiff sicher geentert hatten, die meisten waren mehr mit der Landseite vertraut, fand ein jeder seinen Platz und bereitete sich auf die Seefahrt vor.

Historische Details

Der Skipper konnte 27 seefeste Gäste auf seinem Schiff „Ebba Aaen“ begrüßen, und er ließ es sich nicht nehmen, den Mitseglern eine kurze und informative Geschichte des Schiffes zu erzählen. Alle hörten gespannt zu, denn was da erzählt wurde, war allen vorher nicht bekannt.

Die Stammbesatzung des Haikutters bestand neben dem Skipper aus weiteren zwei erfahrenen Besatzungsmitgliedern: Brigitte und dem Bootsmann Hamud. Die Crew bescherte uns einen schönen und entspannten Tag.

Jede und jeder fand auf dem Schiff einen Platz.

Nach der Einführung und einer Sicherheitseinweisung hieß es Leinen los. DieVerbindung mit der Landseite wurde gelöst, der Bootsmann sicherte die eingeholten Fender und somit waren wir dem nassen Element überlassen und mit dem Schiff verbunden.

Ruhige See

Die Apenrader Förde zeigte sich von ihrer besten Seite, wie ein Ententeich, ohne nennenswerten Seegang. Das war allen sehr recht.

Mit sicherer Hand wurde das Schiff auf Kurs in die Apenrader Förde gebracht, anfangs noch mit Motorkraft, doch bald waren das Focksegel und der Besan gesetzt und der Wind übernahm das Vorankommen.

An Deck hatten sich alle bequem eingerichtet und waren mit Getränken versorgt worden. Schnell waren Gespräche begonnen oder aber die Ruhe genossen, die uns alle umgab.

Rechtzeitig gab der Smutje das Signal, das alle gern entgegennahmen: Bakken und Banken – das Essen ist fertig. Serviert wurde ein köstliches Chili-con-Carne, das einige dazu brachte, eine zweite Portion zu ordern. Kompliment an die Küche, die, trotz des geringen Platzes eine zünftige Mahlzeit zubereitet hatte.

Trotz einiger Wolken blieb es beim Ausflug auf der Förde trocken.

Gekrönt wurde das Essen mit einem Schnaps, der gern entgegengenommen wurde.

Routinierter Skipper

Nis-Edwin hatte uns sein Können in der praktischen Seemannschaft gezeigt, indem er den Klüverbaum am Bug des Schiffes außenbords betrat, um das Focksegel fach- und sachgerecht vertäute. Das sah schon respektabel aus, wie er über die Bordwand kletterte.

Nach dem Essen gingen wir wieder auf Gegenkurs, um den Liegeplatz anzusteuern. Die Landschaft, die an uns gemächlich vorbeizog, ließ uns diesen Ausflug noch einmal genießen.

Gekonnt: Skipper Nis-Edwin List Petersen am Focksegel

Nach drei Stunden in bester Atmosphäre war der Liegeplatz der „Ebba Aaen“ wieder erreicht und die Crew brachte das Schiff sicher an seinen Platz und vertäute das Schiff an der Pier.

Leider mussten wir uns dann wieder voneinander verabschieden und waren uns sicher, dass diese Segeltour ein schönes Erlebnis war, das wir sicher einmal wiederholen werden.

Der Dank an alle, die teilgenommen hatten, wurde nochmals von Betty und Rolf ausgesprochen. Wir wünschten allen eine gute Heimfahrt und ein schönes Wochenende.