Leserinnenbeitrag

„Dänische Ergometer-Meisterschaft: Zweiter Platz für ARV-Ruderer“

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ARV-Routinier Gerd Larsen (l.) erkämpfte sich den zweiten Podiumsplatz.

Im Beitrag berichtet Susanne Kirste von der Fahrt der ARV-Sportlerinnen und -Sportler zur dänischen Meisterschaft. Es gab jedoch auch andere Erlebnisse.

Wer hat sich schon mal minutenlang anschreien lassen und sich so sehr angestrengt, dass er hinterher auf dem Boden liegen und keuchen oder sich sogar übergeben musste? Wir jedenfalls nicht; aber bei der dänischen Meisterschaft im Ergometer-Rudern konnte man einer Menge leidenschaftlicher Sportler zusehen, wie sie sich verausgabten und dabei angefeuert wurden, dass einem die Ohren dröhnten.

Sportlerinnen und Sportler aus Apenrade dabei

Gerd Larsen (M.) mit seiner Betreuerin Maria Aas (2. v. l.), die ihn kräftig anfeuerte

Und sechs wackere Sportlerinnen und Sportler aus dem Apenrader Ruderverein (ARV) ruderten mit! Leidenschaftlich, fröhlich und stark. Sie wurden von ihrer Trainerin Maria Aas oder anderen aus dem Verein unterstützt und gaben alles. Auch vom befreundeten Ruderverein in Sonderburg gab es eifrige Teilnehmer – beide Vereine halfen einander aus und es fühlte sich an wie Freundschaft.

Zwei zweite Plätze gingen nach Nordschleswig

Gerd Larsen aus Apenrade und Sina aus Sonderburg (Sønderborg) gewannen mit ihrer Leistung sogar jeweils einen 2. Platz und alle waren mit ihnen stolz. Magdalena schrammte ganz knapp an einer Platzierung vorbei; alle ruderten so gut sie konnten: Lennert, Sina, Siri, Ava, Hjördis, Stian, Frida, Finn, Magdalena und Gerd – stark.

Lautstarkes Sportfest

Teilnehmende der dänischen Ergometer-Meisterschaft in Kopenhagen

Putzig sah es schon aus, und laut war es: bis zu 40 Ruderinnen und Ruderer auf Ergometern in zwei Reihen, dazu jeweils eine Unterstützerin oder ein Unterstützer, der in allen Zungen auf die Sportler einredete; auf der Tribüne alle übrigen Sporttreibenden und deren Mischpoke, die besonders auch noch denjenigen zujubelten, die als letzte hinterherjapsten – und über allem noch die Lautsprecherstimme. Es war ein Fest. (Heimlich freuten sich einige vielleicht auf den Sommer, auf das Meer und das echte, analoge Rudern im Wasser.)

Eine Wiederholung? – Gerne

Noch viel wichtiger war für unseren Verein aber das Drumherum: Eine Fahrt in Fahrgemeinschaften („Ich muss vorne sitzen, sonst …“ – „Ich auch!“; „Ich brauche sieben Kuscheltiere“ – „Das passt doch nicht alles ins Auto! – Doch, mit Nachdruck stopfen wir den Schnuffelteddy auch noch mit rein“; „Hunger, Pipi, kalt!“), eine Übernachtung im Ruderverein in Kopenhagen, auf dem Fliesenboden (froh war, wer genug Teddys dabeihatte), gemeinsames Essen („Ich esse keinen Weizen!“ – „Bei Zwiebeln muss ich pupsen!“ – und doch war es reichlich und köstlich und total gemütlich). Und trotz allem das Fazit: Das können wir wieder machen! Eltern, Trainer und Sportler können stolz und zufrieden sein. Auch wenn sie zu Hause erst mal keuchend auf dem Boden liegen mussten, weil sie sich so angestrengt hatten.

Hinweis

Dies ist ein Leserinnen- oder Leserbeitrag. Er gibt nicht notwendigerweise die Ansicht der Redaktion wieder. „Der Nordschleswiger“ übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit.