Spendenaktion für Hochwassergebiet

„Jeder Euro und jede Krone sind willkommen!“

„Jeder Euro und jede Krone sind willkommen!“

„Jeder Euro und jede Krone sind willkommen!“

Nele Dauelsberg
Apenrade/Aabenraa
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Hinrich Jürgensen ist seit 2007 Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger. Er wurde dreimal wiedergewählt. Foto: Karin Riggelsen

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Die Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands sorgte für die Zerstörung unzähliger Häuser, Straßen und Existenzen. Deshalb ruft der Bund Deutscher Nordschleswiger zum Spenden auf. Den Opfern soll so vor Ort geholfen werden.

Seit Beginn der starken Flut in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vor etwa einer Woche kamen rund 170 Menschen ums Leben, und mehr als 150 gelten als vermisst. Überlebende haben mit zertrümmerten Häusern, zerstörter Infrastruktur sowie nicht funktionierender Strom-, Gas- und Wasserversorgung zu kämpfen.

„Das Ausmaß der Katastrophe ist enorm!“, erklärt Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), der Dachorganisation der deutschen Minderheit in Dänemark. „Wir haben hier im Norden das Glück, dass es bei uns kaum solche extremen Situationen gibt. Deswegen möchten wir uns gern mit den Opfern solidarisch zeigen!“

Spenden können auf das Konto bei der Apenrader Kreditbank 7930 1401877 oder per MobilePay 76678 mit dem Verwendungszweck „Flut2021“ überwiesen werden. Das Geld komme direkt bei den Betroffenen an, so der BDN-Chef. Jürgensen betont, dass jede Unterstützung erwünscht ist – nicht nur große Beträge.

Genauer Empfänger noch unklar

Wo genau die Spenden ankommen sollen, steht noch nicht fest. „Wir sind noch auf der Suche nach einer Kontaktperson vor Ort“, erzählt Jürgensen. Der BDN möchte sichergehen, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird. Deshalb nimmt Jürgensen auch Vorschläge für konkrete Empfänger entgegen. Eingereicht werden können diese über die E-Mail-Adresse hcj@bdn.dk oder unter der Telefonnummer +45 40 42 64 44.

Ähnliches Vorgehen wie bei Elbe-Hochwasser geplant

Auch wenn die Herangehensweise noch nicht verbindlich ist, existiert bereits ein vorläufiger Plan: Der BDN plant, ähnlich zu handeln wie bei der Elbe-Flut. Im Jahr 2013 hatte ein Starkregen für eine Überschwemmung in weiten Teilen Deutschlands gesorgt. Damals hat der Bund Deutscher Nordschleswiger insbesondere den befreundeten Verein „Rudergesellschaft Lauenburg“ und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) finanziell unterstützt.

„Wir haben die Kinder damals ins Röm-Lager eingeladen. So etwas Ähnliches wollen wir auch dieses Mal machen“, erklärt Jürgensen. Außerdem sollen die Betroffenen voraussichtlich an einer Familienfreizeit auf dem Knivsberg teilnehmen können.

Einzelpersonen zu unterstützen, das sei bei Katastrophen solchen Ausmaßes schwierig. Deswegen versucht der BDN, die Menschen durch solche Familienaktionen zu erreichen. Darüber hinaus ist das Ziel, Betroffenen über Vereine oder die Politik unter die Arme zu greifen.

Aktualisiert am Donnerstag, 22. Juli. In die angegebene Kontonummer hatte sich ein Fehler eingeschlichen, der nun korrigiert ist.

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