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Schule und Kindergärten: Kinder können getröstet werden

Schule und Kindergärten: Kinder können getröstet werden

Schule und Kindergärten: Kinder können getröstet werden

Kopenhagen
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Foto: Søren Bidstrup/Ritzau Scanpix

Schulen, Kindergärten und Krippen dürfen erst öffnen, wenn die Einhaltung der Bestimmungen gewährleistet werden kann, sagt Kinder- und Unterrichtsministerin Pernille Rosenkrantz-Theil.

Bei Weitem nicht alle Volksschulen und Kinderbetreuungseinrichtungen des Landes werden bereits am 15. April öffnen. Dies stellt Kinder- und Unterrichtsministerin Pernille Rosenkrantz-Theil (Soz.) auf einer Pressekonferenz in Eigtved Pakhus fest.

In Betreuungseinrichtungen (Auszug)

  • Personal, Kinder und begleitende Erwachsene müssen bei der Ankunft die Hände mit Wasser und flüssiger Seife waschen.
  • Kinder und Personal müssen sich in festen Intervallen - mindestens jede zweiet Stunde die Hände waschen. Gleiches gilt nach Toilettenbesuchen, vor und nach dem Essen sowie nach Nase putzen.
  • Kinder sollen nicht mit Kindern aus anderen Zimmern spielen.
  • Aktivitäten sollen nach Möglichkeit nach draußen verlegt werden.
  • Sitzen Kinder bei Tischen sollen dies mit zwei Meter Abstand aufgestellt werden.
  • Alle Oberflächen und Kontaktpunkte müssen zweimal täglich mit Seifenwasser gewaschen werden und danach desinfiziert.
  • Spielzeug muss mindestens zweimal täglich gewaschen werden.

In Schulen (Auszug)

  • Schüler sollen in kleineren Gruppen von zum Beispiel fünf draußen und zwei bis drei drinnen spielen. Und nur innerhalb der gleichen Klasse.
  • Schüler und Personal müssen sich in festen Intervallen - mindestens jede zweite Stunde die Hände waschen. Gleiches gilt nach Toilettenbesuchen, vor und nach dem Essen sowie nach Nase putzen.
  • Eltern dürfen sich nicht beim Eingang zur Schule versammeln, daher sollen die Kinder in Intervallen abgegeben werden.
  • Schüler sollen an Tischen mit mindestens zwei Meter Abstand sitzen.
  • Toiletten sollen mindestens zweimal täglich geputzt werden.

Quelle: Gesundheitsbehörde.

„Die Schulen und Institutionen, die am 15. April öffnen, sind jene, die Kinder auf eine verantwortliche Weise empfangen können innerhalb der recht scharfen Richtlinien der Gesundheitsbehörde. Aber es wird auch Stellen geben, die länger brauchen, um bereit zu werden, und die werden möglicherweise erst in der darauffolgenden Woche öffnen“, sagt die Unterrichtsministerin.

Die Richtlinien bedeuten unter anderem, dass die Stühle im Klassenzimmer zwei Meter Abstand haben und dass die Kinder in kleineren Gruppen spielen müssen.

Richtlinien sind für Erwachsene

Es sind jedoch die Erwachsenen und nicht die Kinder, die dafür sorgen müssen, dass die Richtlinien eingehalten werden.

„Von Seiten der Gesundheitsbehörde machen wir keine Richtlinien für Kinder, wir machen Richtlinien für Erwachsene“, so der Leiter der Gesundheitsbehörde, Søren Brostrøm.

Lehrern und Pädagogen ist es erlaubt, Kinder zu trösten oder auch zu wickeln. Und die Kinder sollen weiterhin spielen können, auch wenn sie sich dabei ganz natürlich nahe kommen, nur eben in kleineren Gruppen.

In den Prognosen für die Entwicklung der Corona-Infektion, die vom Staatlichen Serum Institut erstellt wurden, sind diese Faktoren bereits mit einbezogen.

„In den Modellen wird selbstverständlich davon ausgegangen, dass Kinder Kinder sind und sich wie Kinder benehmen und nicht wie kleine Erwachsene“, so Pernille Rosenkrantz-Theil.

„Gesunde Kinder sollen mit gesunden Kindern spielen. Gesunde Kinder, die traurig sind, sollen getröstet werden. Kranke Kinder sollen nicht mit gesunden Kindern spielen, sondern zu Hause bleiben“, ergänzt Søren Brostrøm.

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