Arbeitsmarkt

Rekord: 11.000 osteuropäische Arbeiter innerhalb eines Jahres

jt/ritzau
Kopenhagen
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Innerhalb eines Jahres haben 11.000 neue osteuropäische Arbeiter in Dänemark eine Arbeit gefunden. In Zukunft wird die Anzahl weiter steigen, meint ein Experte.

Neue Zahlen des Analyseinstituts Jobindsats.dk zeigen, dass 11.000 osteuropäische Arbeiter innerhalb eines Jahres eine Arbeit in Dänemark gefunden haben, was ein Anstieg von zehn Prozent im Vergleich zu den vorherigen Jahren ist. Das ist die höchste Anzahl, die bisher verzeichnet wurde, wie das Gewerkschaftsmagazin Fagbladet 3F berichtet. Damit beläuft sich die Gesamtanzahl der aus Osteuropa stammenden Arbeiter in Dänemark auf 121.000.

Die Baubranche ist nach Angaben von Jodindsats.dk der größte Abnehmer von osteuropäischen Arbeitern. Sie konnte einen Anstieg von 21 Prozent mehr Arbeiter verzeichnen.

„Wir haben in den vergangenen Jahren einen wachsenden Zulauf von osteuropäischen Arbeitern gesehen. Und nichts deutet darauf hin, dass sich daran etwas ändern wird – obwohl die Anzahl jetzt schon so hoch liegt“, sagt der Leiter des Zentrums für Arbeits- und Organisationsstudien der Universität in Kopenhagen, Søren Kaj Andersen.

Beim Wirtschaftsverband DI (Dansk Industri) wird die hohe Anzahl von Arbeitern aus den osteuropäischen Ländern als förderlich für den dänischen Arbeitsmarkt gesehen. „Bisher stehen wir der Entwicklung gelassen gegenüber. Die Anzahl der osteuropäischen Arbeitskräfte ist auf keinen Fall alarmierend und außerdem ein gutes Supplement zu dänischen Bauarbeitern. Speziell in einer Zeit, wo wir einen Mangel an qualifizierte Arbeitskraft erleben“, sagt die Chefberaterin von DI, Maria Schougaard Berntsen zu Fabladet 3F.

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