Verkehr

Verkehrsgesellschaften: Grüne Umstellung von Bussen wird teuer

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Kastrup/Vejen
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Foto: Sydtrafik

Laut Klimaplan der Regierung sollen öffentliche Busse 2030 keinen CO2 mehr Ausstoßen. Doch wenn das Realität werden soll, dann muss mehr Geld auf den Tisch, meinen mehrere Verkehrsgesellschaften.

Die dänische Regierung hat mit ihrem am Dienstag präsentierten Klimaplan eine grüne Zukunft für die öffentlichen Verkehrsmittel prophezeit. Doch es wird schwer werden, die einzelnen Verkehrsgesellschaften von diesem Weg zu überzeugen, erklärt der Direktor der Verkehrsgesellschaft Arriva, Nikolaj Wendelboe, im Gewerkschaftsmagazin Fagbladet 3F. Die Regierung müsse sich ihm zufolge erst näher mit der Finanzierung beschäftigen.

„Wir stehen natürlich voll und ganz hinter einer grünen Umstellung. Doch eine erfolgreiche Umstellung erfordert auch viel Geld“, so Wendelboe. Sein Kollege Lars Berg von Sydtrafik sieht das ähnlich.

„Wir wissen, dass Elektrobusse teurer sind als die konventionellen. Demnach sind die Kommunen bei einer Angebotsrunde gezwungen, mehr für den Busbetrieb zu zahlen“, erklärt Berg. Sydtrafik habe ausgerechnet, dass ein Elektrobus im Vergleich zu konventionellen Bussen in der Anschaffung bis zu 13 Prozent mehr kostet.

Auch bei den Regionen wird betont, dass die Klimaumstellung im öffentlichen Verkehr teuer werden kann. Erik Ørskov, Seniorberater der Region Süddänemark, kann gegenüber 3F nicht ausschließen, dass die Ticketpreise demnach auch steigen werden.

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