Von 40 auf 50 Kronen

Regierung scheut zu große Preiserhöhung bei Zigaretten

Regierung scheut zu große Preiserhöhung bei Zigaretten

Regierung scheut zu große Preiserhöhung bei Zigaretten

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Foto: Sajjad Zabihi/Unsplash

Eine Anhebung um 10 Kronen pro Schachtel soll mehr Jugendliche vom Rauchen abhalten, meint die Regierung. Bei stärkeren Erhöhungen fürchtet sie hingegen soziale Auswirkungen.

Im dänischen Parlament herrscht große Einigkeit darüber, dass Zigaretten teurer werden sollen. Bei der Höhe der Preissteigerung scheiden sich allerdings die Geister.

Die Regierung möchte einen Preisanstieg von 40 auf 50 Kronen. Das gab das Gesundheitsministerium in einer Pressemitteilung bekannt. Vielen Parteien ist dies allerdings nicht genug. Sie fordern eine deutlich stärkere Erhöhung. Doch Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Sozialdemokraten) fürchtet, dass dies nur zu einer größeren sozialen Ungerechtigkeit führt.

Zur Nachrichtenagentur Ritzau sagte er, dass man ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz von Jugendlichen und der sozialen Seite finden müsse.

„Es gibt einige Menschen, die einfach nicht mit dem Rauchen aufhören können, und für die das Leben schwer ist und noch schwerer wird, wenn wir die Preise zu stark anziehen“, so der Minister.

Opposition fordert mehr

Die Konservativen und Venstre hatten bereits in der vergangenen Woche angekündigt, dass sie versuchen werden, eine Mehrheit im Parlament ohne die Regierung zu finden, sollte diese den Preis nicht auf mindestens 60 Kronen anheben ab Neujahr anheben.

„Eine Preiserhöhung um 10 Kronen bis 2021 ist total unambitioniert“, so Venstres Sprecherin für Gesundheitspolitik, Sophie Løhde, zu Ritzau.

Unterstützung bekommt sie von der Krebshilfe-Organisation „Kræftens Bekæmpelse“, die auf längere Sicht sogar eine Anhebung auf 90 Kronen fordert.

„Dieses Preisniveau hat Norwegen, und es hat sich gezeigt, dass es dort wirkt und Kinder und Jugendliche vom Rauchen abhält“, so der Direktor der Organisation, Jesper Fisker, zu Ritzau.

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