Zweiter Weltkrieg

75. Jahrestag: Løkke ehrt die Retter der dänischen Juden

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Israels Präsident Reuven Rivlin und der dänische Regierungschef Lars Løkke Rasmussen. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau-Scanpix

Der dänische Regierungschef hat gemeinsam mit dem israelischen Präsidenten und dem Kronprinzen zum 75. Jahrestag der Rettung der dänischen Juden während des Zweiten Weltkrieges eine Gedenkfeier abgehalten und einen Kranz niedergelegt.

„Wir schulden allen Menschen großen Dank, die im Oktober 1943 großen Mut bewiesen und mehr als 7.000 Juden vor den Deutschen im Zweiten Weltkrieg gerettet haben." So die Worte des dänischen Regierungschefs Lars Løkke Rasmussen (Venstre) in seiner Rede zum Gedenken an den 75. Jahrestag der Rettung der dänischen Juden.

Diese hielt er in der Stadt Gilleleje, von wo aus viele der Boote damals gestartet waren, die die Juden über den Öresund nach Schweden brachten.

„Eines der wichtigsten Ereignisse in der dänischen Geschichte – und wahrscheinlich der Teil unserer Geschichte, der in der Welt am bekanntesten ist – handelt nicht von den Taten eines Generals, sondern von denen gewöhnlicher Bürger, die eine Wahl trafen, die große Bedeutung hatte“, so Løkke in seiner Rede.

Er erzählte, wie Krankenschwestern, Ärzte, Nachbarn, Freunde und Pastoren den Juden bei ihrer Flucht vor der Gestapo halfen. Wie diese Leute ihrem Gewissen folgten und danach handelten.

„Die Rettung der dänischen Juden war eine gemeinsam und spontane Tat, die auf dem Gerechtigkeitssinn und dem Mitgefühl der Dänen beruhte. Wenn viele Menschen Verantwortung übernehmen, ist die Gemeinschaft stark“, sagte Løkke Rasmussen.

An der Gedenkfeier sowie einer Kranzniederlegung nahmen auch der israelische Präsident Reuven Rivlin und Kronprinz Frederik teil.

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