Umfrage

Weniger Akzeptanz für ausländische Sommerhausbesitzer

dodo
Kopenhagen
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Foto: Henning Bagger/Ritzau-Scanpix

Eine YouGov-Umfrage zeigt, dass die Zustimmung unter den Dänen für Sommerhausverkäufe an Ausländer im vergangenen Jahr gesunken ist. Immobilienexperte Henrik Hauthorn Jensen vom Maklerbüro „Home“ kann sich vorstellen, woran das liegt.

Immer mehr dänische Bürger sind der Ansicht, dass dänische Sommerhäuser auch in dänischen Händen bleiben sollten. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Umfrage des Analyseinstituts YouGov.

Bereits im Juli 2017 wurde eine Umfrage gemacht, damals sagten 23 Prozent der 2.000 repräsentativ ausgewählten Befragten, dass sie es nicht in Ordnung finden, dass Ausländer Sommerhäuser in Dänemark kaufen. Bei der jüngsten Umfrage lag die Zahl bei 30 Prozent. Im Vergleich zwischen den beiden Umfragen sank die Zahl derjenigen, die der Meinung sind, dass andere EU-Ausländer Sommerhäuser in Dänemark haben dürfen, von 66 Prozent auf 57 Prozent.

Die Mehrheit schwindet

„Weiterhin ist die Mehrheit dafür, dass Ausländer ein Recht auf dänische Ferienhäuser haben sollten, doch diese Mehrheit sinkt. Immer mehr zweifeln, ob dies eine gute Idee ist“, so der Immobilienanalyst Henrik Hauthorn Jensen vom Maklerunternehmen „Home“ in einem schriftlichen Kommentar.

Woher der Haltungswechsel genau kommt, kann sich Jensen nicht erklären. Er glaubt, dass viele mitbekommen, dass Ausländer ihre Sommerhäuser seltener vermieten und diese deshalb ein Großteil des Jahres leer stehen, was wiederum negative Auswirkungen für umliegende Geschäfte und Handwerksunternehmen habe. Als anderen Grund sieht er die derzeit niedrigen Sommerhauspreise, die unter einer Öffnung des Marktes leiden könnten, so der Experte.

„Es gibt keinen Zweifel daran, dass, wenn es Deutschen und anderen Europäern erlaubt wird, Sommerhäuser in Dänemark zu kaufen, auch die Preise stark ansteigen werden“, so Jensen.

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