Tourismus

Sommerhausvermietung: 1,6 Millionen Übernachtungen weniger durch Corona

Sommerhausvermietung: 1,6 Millionen Übernachtungen weniger durch Corona

Sommerhausvermietung: 1,6 Millionen Übernachtungen weniger

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Die Corona-Krise trifft die Tourismusbranche hart. Foto: Mads Jensen/Ritzau Scanpix

Der Gesamtumfang der Buchungen sinkt laut Statistikbehörde in diesem Jahr um rund 54.000 Wochen. Vor allem deutsche Urlauber fehlen.

Seit Mitte März dürfen ausländische Touristen aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr nach Dänemark einreisen. Besonders hart trifft dies auch die Sommerhausvermietungen im Land. Neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik (DS) zeigen, dass Buchungen im Gesamtumfang von 373.000 Wochen getätigt wurden, das sind rund 54.000 weniger als normalerweise und entspricht etwa 1,6 Millionen Übernachtungen.

Vor allem die Buchungen deutscher Touristen bleiben durch die Grenzschließung aus. Allein im April wurden insgesamt 30.000 Wochen weniger gebucht, 28.000 davon entfallen laut DS auf ausbleibende deutsche Touristen. Im Gegenzug ist die Zahl der Sommerhausbuchungen durch dänische Bürger um rund 2.000 Wochen gestiegen.

Tourismusbranche stark betroffen

Für Sune K. Jensen, Tourismuschefin der Branchenorganisation Dansk Industri (DI), unterstreichen die Zahlen, wie schwer der Tourismus in Dänemark von der Corona-Pandemie betroffen ist.

„Die ausbleibenden Buchungen für den Rest des Jahres zeigen leider, welch weitreichende Konsequenzen die Corona-Krise für die Tourismusbranche hat. Die Zahlen zeigen jetzt schon deutlich, dass im Sommer und im Herbst die Umsätze in den lokalen Bereichen ausbleiben werden, für die normalerweise Touristen sorgen würden“, so Jensen zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Sie fordert, dass mehr Geld von öffentlicher Seite bereitgestellt wird, um Dänemark als Ferienland zu vermarkten, wenn die Corona-Pandemie überstanden ist.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Urlaub oder Überleben“