Kriminalität

Mordfall Emilie Meng: Kritik an Polizeiarbeit

Mordfall Emilie Meng: Kritik an Polizeiarbeit

Mordfall Emilie Meng: Kritik an Polizeiarbeit

Ritzau/hm
Korsør
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Ein Jahr nach dem Verschwinden Emilie Mengs gedenken die Menschen in Korsør 2017 der ermordeten Schülerin. Bis jetzt konnte der Täter nicht ermittelt werden. Foto: Morten Bøgh/Ritzau Scanpix

Auch nach mehr als 3 Jahren bleibt der Mord an der Schülerin Emilie Meng ungeklärt. Nun gerät die Ermittlungsarbeit der Polizei erneut in die Kritik.

Wie der Fernsehsender TV 2 berichtet, hat sich ein Zeuge mehrfach an die Polizei gewandt und angegeben, zu der Zeit in Korsør unterwegs gewesen zu sein, als das Mädchen mit dem Zug in dem Ort ankam. Das war am frühen Morgen des 10. Juli 2016. Der Mann wurde jedoch nicht als Zeuge befragt. Dies geschah erst, als der Fernsehsender nun bei der Polizei nachhakte.

Die Rechtsanwältin der Familie, Mai-Britt Storm Thygesen, kritisiert das Verhalten der Polizei. Um vier Uhr morgens seien nicht viele Menschen unterwegs; deshalb sei es wichtig, den Mann zu befragen, so Storm Thygesen. Sie macht in dem Sender zudem darauf aufmerksam, dass die Polizei es ihren Worten nach unterlassen hat, Aufnahmen einer Überwachungskamera eines Schnellrestaurants in Slagelse auszuwerten, in dem Emilie Meng zusammen mit ihren Freundinnen gegessen hatten, bevor sie den Zug nach Korsør nahm.

Die Polizei von Südseeland und Lolland-Falster wollte in TV2 die Kritik nicht kommentieren. 2017 gab Polizeiinspektor Kim Kliver in der Zeitung „BT“ zu, dass nachlässig ermittelt wurde.

TV2 sendet eine Dokumentation zu dem Fall am kommenden Donnerstag.

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