U-Boot-Fall

Peter Madsen verlängert weiter freiwillig seine Haft

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Peter Madsen (r.) Foto: Scanpix

Am Mittwoch hätte das Gericht über eine U-Haft-Verlängerung des unter Mordverdacht stehenden U-Boot-Bauers entscheiden müssen - dies entfällt nun. Die Polizei rechnet noch bis Jahresende mit einer Anklage-Entscheidung.

Der unter Mordverdacht stehende Peter Madsen hat ein weiteres Mal seine Untersuchungshaft freiwillig verlängert. Das sagte seine Anwältin, Betina Hald Engmark, am Montag der Zeitung Extra Bladet.

„Mein Klient und ich haben der Anklage Bescheid gegeben, dass er damit einverstanden ist, ohne Gerichtsurteil vier weitere Wochen in Haft zu bleiben.

Am Mittwoch hätte das Gericht entscheiden müssen, ob die U-Haft verlängert wird – dies entfällt nun.

Madsen streitet weiterhin ab, die schwedische Journalistin Kim Wall getötet zu haben. Er gibt lediglich zu, dass er ihren Körper zerstückelt und die Leichenteile ins Meer geworfen hat.

Jakob Buch-Jepsen, Anwalt der Kopenhagener Polizei, rechnet damit, dass noch vor Jahresende entschieden sein wird, ob gegen den U-Boot-Bauer Anklage erhoben und welches Strafmaß gefordert wird. Ein entscheidendes Element dafür soll die Bewertung der psychologischen Untersuchung sein, die bei Peter Madsen durchgeführt wurde.

Sollte es zu einer Verhandlung kommen wird diese am 8. März 2018 im Kopenhagener Gericht beginnen. Der letzte Verhandlungstag ist für den 25. April 2018 angesetzt.

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