Pharmakonzerne sollen Vorrat an Medikamenten vorhalten

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Mit einem neuen Gesetzentwurf will die Regierung Pharmaunternehmen dazu verpflichten, Vorräte an kritischen Medikamenten anzulegen. Dies berichtet „Berlingske“.

Konkret würde das bedeuten, dass bis zu 250 Unternehmen Vorräte anlegen müssten, die einem Umsatz von acht Wochen entsprechen. So soll verhindert werden, dass es zu Engpässen bei Arzneimitteln kommt, wie es in jüngster Zeit mehrfach der Fall war, sagt Innen- und Gesundheitsministerin Sophie Løhde (Venstre).

Die Pharmaindustrie steht dem Vorhaben skeptisch gegenüber und warnt vor steigenden Medikamentenpreisen.

Jes Søgaard, Professor für Gesundheitsökonomie an der Universität von Süddänemark, ist der Meinung, dass das von der Regierung vorgeschlagene Modell die Versorgungsprobleme lindern könnte.

Der Gesetzesvorschlag würde Mehrkosten von rund 120 bis 160 Millionen Kronen ergeben: Wer diese zahlen wird – ob die Unternehmen, der Staat, die Regionen oder doch die Verbraucherinnen und Verbraucher – ist noch unklar.