Handball

Lea Hansen: „Sonntag wollen wir gewinnen“

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Lea Hansen hatte gegen Odense das Nachsehen, machte aber ansonsten eine gute Figur im Halbfinale.

Bei SønderjyskE war die Enttäuschung nach der Halbfinalniederlage nicht allzu groß. Die Hellblauen wollen nun das Spiel um Platz 3 gewinnen.

Nach einer Niederlage lassen Sportlerinnen meist ihre Köpfe hängen, doch bei den SønderjyskE-Handballerinnen überwog am Sonnabend der Stolz darüber, erstmals in der Vereinsgeschichte am Final Four des Pokalwettbewerbs teilgenommen zu haben.

„Das war ein großes Erlebnis – und vor solch einer Kulisse“, schwärmte Lea Hansen nach dem Halbfinale, in dem die Spielerin, die in der deutschen Minderheit aufgewachsen ist, drei Tore beigesteuert hatte. Das reichte allerdings nicht gegen das hochfavorisierte Team aus Odense, das mit 31:22 gewann.

„Wir geraten zu schnell in Rückstand, und dann wurde es einfach mega hart, weil wir auch nicht richtig auswechseln konnten“, sagte Hansen und verwies damit auf die angeschlagene Mitspielerin und Leistungsträgerin Sarah Paulsen.

Viel lieber wollte Lea Hansen aber den Blick nach vorn richten auf das Spiel um Platz 3 am Sonntag:

„Das Spiel wollen wir gewinnen – das wird ein ganz anderes Spiel auf Augenhöhe“, freut sich die Außenspielerin.

Trainer mit der zweiten Halbzeit zufrieden

Trainer Peter Nielsen blickte ebenfalls realistisch auf das Spiel zurück: „Nach 10 Minuten ist das Spiel gekippt, und dadurch haben wir nie die Sicherheit gewonnen, die nötig gewesen wäre. Odense hat immer wieder wechseln können, und auch in der zweiten Garnitur stehen wir Nationalspielerinnen gegenüber. Dafür hatten wir nicht immer die richtigen Lösungen.“

Peter Nielsen freute sich allerdings darüber, dass seine Spielerinnen die zweite Halbzeit für sich entscheiden konnten – auch wenn Odense einen Gang zurückschaltete.

„Jetzt geht es darum, für Sonntag die nötige Energie zu finden. Normalerweise wären wir gegen Silkeborg favorisiert, aber wir spielen auswärts in deren Arena. Ich glaube dennoch, dass wir das Spiel für uns entscheiden können – in solchen Partien haben wir in dieser Saison unsere Stärken gezeigt“, sagt ein optimistischer SønderjyskE-Trainer.

Singen auf der Heimfahrt

„Alles gut“, meint auch der Vorsitzende der Handballerinnen von SønderjyskE, Hans Henrik Damgaard. „Odense ist eine der acht besten Mannschaften der Welt – da konnten wir nicht viel machen. Aber wenn wir Sonntag das Spiel um Platz drei gewinnen, singen wir im Bus den ganzen Weg zurück nach Apenrade."

SønderjyskE spielt um 13.30 Uhr gegen Silkeborg/Voel um die Bronzemedaille.