Handball

Erste Medaille in der Vereinsgeschichte für SønderjyskE

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Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte hat SønderjyskE eine Medaille gewonnen.

Freudentränen: Die Handballerinnen aus Apenrade gewannen im Pokalwettbewerb das Spiel um Platz 3. Es ist der größte Erfolg einer Handballmannschaft in Nordschleswig.

Dem historischen Einzug ins Final Four des Pokalwettbewerbs setzten die Handballerinnen von SønderjyskE am Sonntag die Krone auf: Im Spiel um Platz 3 sicherten sich die Hellblauen aus Apenrade (Aabenraa) mit einem 32:23-Sieg (19:11) über Silkeborg/Voel die Bronzemedaille. Es ist die erste Medaille in der Geschichte des Vereins – und überhaupt die erste Handball-Medaille, die jemals nach Nordschleswig geholt worden ist.

Über 300 Zuschauerinnen und Zuschauer mit Bürgermeister Jan Riber Jakobsen an der Spitze sahen eine temporeiche und hochklassige Partie, in der sich SønderjyskE zunächst auf 5:3 und 10:7 (15. Minute) absetzen konnte. Maßgeblichen Anteil daran hatte Lea Hansen mit ihren drei Toren.

Viele Spielerinnen brachten sich ein

Louise Ellebæk erzielte vor der Pause fünf Tore.

Vor allem aber Spielmacherin Melissa Petrén war der Dreh- und Angelpunkt ihrer Mannschaft. Die routinierte Schwedin nahm das Heft in die Hand und spielte ihre Mitspielerinnen gut.

Neu-Nationalspielerin Olivia Simonsen erzielte wichtige Tore und Sarah Paulsen, die im Halbfinale glücklos gespielt hatte, wurde immer besser. Nach 22. Minuten hieß es 15:9 für SønderjyskE, die jetzt auch gute Abwehrarbeit leistete.

Überhaupt brachten sich im Vergleich zum verlorenen Halbfinale gegen Odense viel mehr Spielerinnen ein, was für den Spielverlauf entscheidend war. June Bøttger zum Beispiel – sie hatte im Halbfinale und Entscheidungsspiel fünfmal verworfen – jetzt traf sie zweimal.

SønderjyskEs Abwehr packte in der ersten Halbzeit zu.

Silkeborg versuchte sich im Spiel sieben gegen sechs, doch stattdessen traf Louise Ellebæk zweimal ins leere Tor zum Zwischenstand 17:10 (26. Minute). Und im Tor hatte Stine Broløs jetzt wichtige Paraden.

Das schien zur Pause beim Stand von 19:11 fast schon die Vorentscheidung zu sein.

Nervöse Anfangsphase

Melissa Petrén zeigte im Spiel um Platz 3 ihre spielerischen Qualitäten.

SønderjyskE begann nach der Pause nervös (19:13), fing sich aber schnell, vor allem weil Louise Ellebæk Sarah Poulsen und Melissa Petrén mit Geduld und Übersicht immer wieder Wege durch die Silkeborg-Abwehr fanden (23:15).

Silkeborg zog das Tempo an und kam noch einmal auf 24:18 (41.), doch zwei Broløs-Paraden und Tore von Lea Hansen und Ida-Marie Dahl sicherten Mitte der zweiten Halbzeit wieder den Acht-Tore-Vorsprung (26:18).

Die Entscheidung

Stine Broløs hielt in der Schlussphase die entscheidenden Bälle.

SønderjyskE musste nach einer Zwei-Minuten-Strafe noch einmal zittern (26:20), aber auch diese kleine Krise überwanden die Hellblauen und sicherten sich über ein 29:21 (53. Minute) in der Schlussphase schließlich den verdienten Sieg und die Medaillen.

Mit dem 3. Platz holte sich SønderjyskE neben den Medaillen auch ein Preisgeld in Höhe von 125.000 Kronen.

Die Torschützinnen

Die Tore für SønderjyskE erzielten: Louise Ellebæk 8, Melissa Petrén 6, Lea Hansen 4, Ida-Marie Dahl 3, Olivia Simonsen 3, June Bøttger 3, Sarah Paulsen 3, Sara Ibranovic 1 und Nicoline Olsen 1.