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70 Jahre Bonn-Kopenhagen: Vortragsabend im Flensborghus

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Flensborghus
Das Flensborghus in der Norderstraße

Die Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte erinnert auf Einladung des Historik Samfund for Sønderjylland gemeinsam an den 70. Jahrestag der Bonn-Kopenhagener Erklärungen. Für die Veranstaltung konnten die beiden Gesellschaften die Historiker Henrik Becker-Christensen und Thomas Steensen gewinnen.

Der Historik Samfund for Sønderjylland und die Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte (GSHG) planen am Dienstag, 25. Februar, eine gemeinsame Veranstaltung zum 70. Jahrestag der Bonn-Kopenhagener Erklärungen vom 29. März 1955.

Die zwei parallelen, formlosen Erklärungen auf acht Schreibmaschinenseiten halten fest, wie man in Deutschland und Dänemark mit den Minderheiten umgehen will. Es war der Beginn einer Aussöhnung, die das deutsch-dänische Grenzland zu einem europäischen Modellfall werden ließ, heißt es in einer gemeinsamen Pressemeldung. Die Erklärungen beendeten den Grenz- und Nationalitätenkampf in und um Schleswig nach mehr als 100 Jahren.

70 Jahre danach sei es Zeit, an diese Erklärungen von 1955 zu erinnern, meint der Historik Samfund for Sønderjylland. Dessen Abteilung für Südschleswig, der Sydslesvigs amtskreds, hat daher die GSHG eingeladen, das dänisch-deutsche Jubiläum gemeinsam zu begehen. „Wir haben uns wahnsinnig über die Einladung gefreut“, so Werner Junge vom GSHG-Vorstand.

Zwei Fachvorträge

Die Feierlichkeiten sollen um 17 Uhr im Flensborghus, Norderstraße 76 in Flensburg beginnen. Über „Die Bedeutung und Wirkung der Bonn-Kopenhagener Erklärungen von 1955“ wird der Historiker und ehemalige dänische Generalkonsul Henrik Becker-Christensen sprechen. Der Historiker Thomas Steensen referiert über „Die Friesen und die Minderheitenregelungen von 1949 und 1955“.

Anmeldung erwünscht

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Eine digitale Anmeldung ist möglich und erwünscht unter: www.geschichte-s-h.de