100 Jahre Grenzziehung

Jürgensen: „Beeindruckend, dass Mette Frederiksen Deutsch gesprochen hat“

Jürgensen: „Beeindruckend, dass Mette Frederiksen Deutsch gesprochen hat“

Jürgensen: „Beeindruckend, dass sie Deutsch gesprochen hat“

Düppel/Dybbøl
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Der Hauptvorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen, ist von den Worten der Staatsministerin über die deutsche Minderheit beeindruckt. Foto: Karin Riggelsen

Die Staatsministerin hat sich in ihrer Ansprache auf Düppel direkt an die deutsche Minderheit gewendet – der Hauptvorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen, freut sich über so viel Anerkennung.

Dänemarks Regierungschefin, Staatsministerin Mette Frederiksen (Soz.) hat am Montag anlässlich der Feierlichkeiten zu 100 Jahren Grenzziehung und der damit einhergehenden „Wiedervereinigung“, der Eingliederung Nordschleswigs* in Dänemark, direkt zur deutschen Minderheit gesprochen.

Auf Deutsch sagte Frederiksen: „Auch ihr gehört zu Dänemark!“

Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender der Minderheitenorganisation Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) freut sich über die Worte der Staatsministerin. „Mette Frederiksen hat uns ein Versprechen gegeben, dass wir auch ein Teil von Dänemark sind. Das finde ich ganz toll.“ Vor 100 Jahren hatte der damalige Staatsminister Niels Neergaard versprochen, dass die dänische Minderheit südlich der Grenze nicht vergessen werden würde.

„Gelungene Vermarktung von Nordschleswig“

Besonders beeindruckt ist Jürgensen davon, dass die Regierungschefin Deutsch gesprochen hat und die Minderheiten auf beiden Seiten der Grenzen als Vorbilder sieht. Anerkennung fanden auch die Schulen und Büchereien der Minderheiten und die deutsch-dänische Kultur.

Durch die Ansprache von Mette Frederiksen, die im Fernsehen übertragen wurde, bekommt die deutsche Minderheit mehr Aufmerksamkeit, findet Jürgensen. „Die Rede ist eine gelungene Vermarktung von Nordschleswig gewesen. Das tolle Wetter und die schöne Kulisse haben ebenfalls ihren Teil dazu beigetragen.“

Der BDN-Hauptvorsitzende ist zufrieden mit der Veranstaltung zum 100. Jahrestages der Grenzziehung – auch wenn sie coronabedingt anders ausgefallen ist als ursprünglich geplant.

*Anmerkung der Redaktion: An dieser Stelle hatten wir in der ursprünglichen Version unbedachter Weise von „Anschluss“ statt „Eingliederung“ geschrieben, was Assoziationen zu einer erzwungenen Eingliederung hervorrufen kann. Von einer solchen Sichtweise distanzieren wir uns auf das Schärfste und haben deshalb den Begriff geändert.

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