Sexismus

Hinrich Jürgensen: Belästigung ist nicht akzeptabel

Hinrich Jürgensen: Belästigung ist nicht akzeptabel

Hinrich Jürgensen: Belästigung ist nicht akzeptabel

Nordschleswig
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Am 17. November wollen Hinrich Jürgensen und der übrige Hauptvorstand Beschlüsse fassen, die Sexismus entgegenwirken können. Foto: Karin Riggelsen

Der BDN plant, eine zentrale Stelle einzurichten, an die man sich vertraulich bei Fällen von sexueller Belästigung und Sexismus wenden kann.

Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), Hinrich Jürgensen, spricht Klartext beim Thema Sexismus.

„Wir wissen, dass es auch innerhalb der Minderheit Sexismus und sexuelle Belästigung gibt. Und das ist nicht akzeptabel. Daher haben wir auch unsere Gleichstellungsgruppe gebeten, sich intensiv mit dem Thema zu befassen und Vorschläge zu unterbreiten.“

Am Montag hatte eine anonyme Frau im „Nordschleswiger“ erzählt, sie sei von einem Mann in der Minderheit sexuell belästigt worden. Der BDN hat Dienstagvormittag den Fall besprochen.

„Ich finde, es ist äußerst bedauerlich, dass so eine Belästigung stattgefunden hat, und auch dass die betreffende Frau keinen fand, bei dem sie das Gefühl hatte, sie könnte sich vertrauensvoll an diese Person wenden“, so Jürgensen, der betont, dass er den Fall ausschließlich aus der Zeitung kennt.

Konkrete Vorschläge

Die Arbeitsgruppe Gleichstellung soll konkrete Vorschläge ausarbeiten, wie Sexismus und sexueller Belästigung entgegengewirkt werden kann. Auf einer Sitzung am 17. November soll der Hauptvorstand des BDN zu den Vorschlägen Stellung beziehen.

„Damit ist das Thema dann gewiss noch lange nicht abgeschlossen, aber es ist ein Anfang gemacht“, meint der BDN-Vorsitzende.

Zentrale Instanz

Im Artikel vom Montag schlägt die Frau vor, man solle eine zentrale Stelle einrichten, an die man sich bei Fällen von Sexismus oder sexueller Belästigung wenden kann. Und genau so eine Stelle solle es zukünftig geben.

„Wir werden eine zentrale Instanz einrichten, an die man sich vertraulich wenden kann. Wir arbeiten noch daran, wie diese Instanz genau aussehen kann“, erläutert Jürgensen.

Die Schilderung der Frau bestätige ihm, dass es wichtig und richtig ist, dass der BDN das Thema aufgegriffen hat.

„Es bedarf einer Kulturänderung wie überall anderswo auch. Wir sehen ja, wie überall in der Gesellschaft Fälle von Belästigung auftauchen. Die Minderheit muss sich intensiv mit dem Thema Diskriminierung auseinandersetzen.“

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